Deutschland - Gewinnwarnung von BASF drückt auf die Kurse

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Die Börse in Frankfurt hat am Dienstagmittag deutliche Kursverluste verzeichnet: Gegen 12:30 Uhr wurde der DAX mit rund 12.415 Punkten berechnet. Der Nikkei-Index hatte zuletzt leicht zugelegt und mit einem Stand von 21.565,15 Punkten geschlossen (+0,14 Prozent).

Auf der Unternehmensseite sackte die BASF-Aktien um mehr als 6 Prozent ab. Der Chemiekonzern kassierte seine Gesamtjahresziele und warnte vor einem Ergebniseinbruch. So fielen Covestro-Aktien um 3,1 Prozent, im M-Dax gaben Lanxess-Aktien um knapp ein halbes Prozent nach.

Die Gewinnwarnung von BASF heizt die Konjunktursorgen an. Der Dax war in der vergangenen Woche mit 12 656 Punkten denn auch auf einen Höchststand seit August vergangenen Jahres geklettert. Noch gehe der Markt davon aus, dass die Zinsen gesenkt werden, schrieb CMC-Marktexperte Jochen Stanzl in einem aktuellen Kommentar.

Bis dahin könne es gut sein, dass auf die Investoren in der Berichtssaison noch viele Gewinnwarnungen warten. Der US-Notenbankpräsident wird sich ab Mittwoch in Washington den Fragen von Abgeordneten im Bankenausschuss des Senats rund um seine Geldpolitik stellen. Von der Anhörung erhoffen sich Anleger neue Hinweise auf die künftige Entwicklung der Zinsen in den USA. Selbst Gerüchte über angeblich geplante massive Aktienkäufe des Vorstandschefs konnten die Titel nicht aus dem Tief befreien.

Nach dem Beschluss Frankreichs, ab 2020 eine Umweltsteuer auf Flugtickets zu erheben, gerieten zudem die Papiere europäischer Airlines unter Druck. Im Dax verlor die Lufthansa 2 Prozent. Das Geld soll in umweltfreundlichere Infrastrukturen investiert werden, vor allem in das Schienensystem. Deutz-Chef Frank Hiller hatte in einem Interview gesagt, die Nachfrage habe ihren Höhepunkt überschritten. Mit einem Minus von zuletzt 14,62 Prozent besetzten sie mit weitem Abstand den letzten Platz im Nebenwerteindex SDax. Bereits am Vortag hatte das Papier um sechs Prozent nachgegeben.

Positiv wurde dagegen eine vorläufige Neubewertung des Immobilienportfolios durch TLG Immobilien aufgefasst. Der europäische Branchenindex büßte 1,1 Prozent ein. An der Spitze der Kursliste stehen die Papiere von Adidas, der Deutschen Telekom und von Vonovia entgegen dem Trend im Plus.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite von minus 0,37 Prozent auf minus 0,36 Prozent zu. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 144,96 Punkte. Ein Euro kostete 1,1206 US-Dollar (-0,09 Prozent).

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