Currywurst: Rügenwalder Mühle beendet wohl Produktion - das ist der Grund

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Rügenwalder Mühle stellt die Produktion seiner Currywurst ein.

Nach rund fünf Jahren soll Schluss sein: Das niedersächsische Familienunternehmen listet die Currywurst aus. Nun scheint sich das Unternehmen weiter in Richtung des vegetarischen Segments entwickeln zu wollen.

Insgesamt 34 Prozent des Umsatzes macht die Rügenwalder Mühle heute schon mit Ersatzprodukten. Denn früher startete kein anderer deutscher Fleischhersteller mit der Produktion vegetarischer und veganer Produkte. 2018 habe Rügenwalder Mühle die absolute Marktführerschaft nicht nur behaupten, sondern gegenüber Handelsmarken und Start-Ups noch ausbauen können, heißt es im Bericht mit Berufung auf Bentlages Co-Geschäftsführer Godo Röben.

Insbesondere das Segment der vegetarischen und veganen Produkte wuchs stärker als der Markt, so war der Absatz im fleischfreien Segment im Vergleich zum Vorjahr dreimal so hoch. Die Investition belaufe sich dafür auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Mit dem Veggie-Trend ist die Rügenwalder Mühle übrigens nicht alleine. Immer mehr Unternehmen versuchen mit vegetarischen Fleischalternativen durchzustarten. Seit wenigen Wochen verkauft auch der Discounter Netto den Burger.

"Ziel ist es, dass 2020 unsere klassischen sowie Bio-Fleisch- und Wurstwaren einen Umsatzanteil von 60 Prozent und die vegetarischen/veganen Produkte einen Anteil von 40 Prozent einnehmen", wird Geschäftsführer Lothar Bentlage zitiert.

"Zur Markteinführung 2014 wurden wir zum Teil noch belächelt", sagte Röben der FAZ.

Ganz vom Fleisch will sich aber auch die Metzger-Dynastie nicht verabschieden.

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