So viel Mikroplastik isst jeder Mensch in einer Woche — WWF-Studie zeigt

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Die Zahlen sind besorgniserregend: Laut einer Untersuchung der Umweltstiftung WWF nehmen wir immer mehr Plastik mit der Nahrung auf - pro Woche so viel Gramm, wie eine Kreditkarte wiegt. Das entspricht in etwa dem Gewicht einer kompletten Kreditkarte!

Forscher der University of Newcastle, Australia kamen auf Durchschnittlich 2000 Plastikteile, die wir jede Woche aufnehmen - sei es aus der Luft, mit dem Essen oder dem Leitungswasser. Danach nehmen Menschen im globalen Durchschnitt bis zu 2.000 kleine Plastikteilchen in der Woche zu sich.

Ein speziell auf Deutschland bezogener Durchschnittswert lasse sich aus der Studie allerdings nicht ableiten, so der WWF. "Wir können nicht verhindern, dass wir selbst Plastik aufnehmen", fügte Vesper hinzu.

Wir atmen Mikroplastik mit der Luft ein, wir essen es und wir trinken es.

Die gesundheitlichen Folgen für den Menschen sind bislang kaum erforscht. Klar sei aber, dass es sich bei Plastikverschmutzung um ein globales Problem handle, das auch die Menschen direkt betreffe. "Wenn wir kein Plastik in unserem Körper wollen, müssen wir verhindern, dass jedes Jahr Millionen Tonnen Kunststoffmüll in die Natur geraten".

Dafür bedürfe es eines globalen Abkommens gegen Plastikverschmutzung mit verbindlichen Zielen, erklärt der WWF. Auch Unternehmen müssten der erweiterten Verantwortung für ihre Produkte und den von ihnen verursachten Müll besser gerecht werden.

Seit dem Jahr 2000 wurde laut WWF so viel Plastik produziert wie in allen Jahren zuvor zusammen. Etwa ein Drittel der Plastikmenge gelangt demnach unkontrolliert in die Umwelt. Es gebe jedoch erhebliche regionale Unterschiede, hieß es. Nachgewiesen wurde Mikroplastik, also weniger als fünf Millimeter große Kunststoffteile, auch schon in Honig, Mineralwasser, Muscheln und Fisch. Doch in den USA oder Indien seien doppelt so hohe Belastungen gemessen worden wie in Europa oder Indonesien.

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