Österreich: Heinz-Christian Straches Frau will für FPÖ ins Parlament

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Gibt es ein Polit-Comeback von Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (50)? So könnten auch die finanziellen Einbußen der Familie kompensiert werden. Der Landesparteivorstand der Wiener FPÖ traf sich, um die Liste für die Nationalratswahl zu besprechen. Die Tierschutzbeauftragte der FPÖ werde bei der für den 29. September geplanten Nationalratswahl auf Platz 3 der Landesliste der Wiener FPÖ kandidieren, teilte die Partei am Freitag mit. Wer mehr als fünf Prozent der Wählerstimmen seiner Partei als Vorzugsstimmen erhält, rückt gemäß des österreichischen Wahlrechts auf der Wahlliste auf - somit steht Strache der Posten im EU-Parlament zu.

In einer am 24. Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu dem Ibiza-Video Stellung. Auch für den parteieigenen Sender FPÖ-TV war sie aktiv. Wenn man eine E-Mail an heinz-christian.strache@europarl.europa.eu schickt, erhält man derzeit jedenfalls keine Fehlermeldung. Österreichische Medien hatten zuvor berichtet, die FPÖ wolle es verhindern, dass Strache ins EU-Parlament wechselt, weil sie einen Image-Schaden im nahenden Wahlkampf befürchtet.

Strache hat sich noch nicht abschließend geäußert, ob er das Mandat annehmen will.

Das für Donnerstagnachmittag angesetzte Gespräch zwischen Hofer und Strache soll Klärung bringen. "Ich habe den Eindruck, dass er eher dazu tendiert, das Mandat nicht anzunehmen", sagte Hofer in der "ZiB 2". Wie das Nachrichtenmagazin "profil" (Onlineausgabe) am Donnerstag berichtete, lautet der Verdacht auf Untreue. Die Ermittlungen gegen Strache wurden von der WKStA bestätigt.

Nun wird gegen ihn ermittelt - wegen Untreue. Es geht um die Aussagen von Strache und von Ex-Klubchef Johann Gudenus.

Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" hatten Ausschnitte aus dem Video veröffentlicht.

Am Vortag war bekannt geworden, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien Ermittlungen (Aktenzeichen 17 St 2/19p) gegen Strache und zwei Parteifreunde aufgenommen hat. Strache behauptet dabei unter anderem, dass einige wichtige Unternehmer zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro über einen parteinahen Verein an die FPÖ gespendet hätten. Hofer hatte zuletzt einen Mandatsverzicht Straches angedeutet, Strache selbst gab sich kryptisch und sprach davon "wieder aufzustehen".

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