Für 30 Millionen - Fellbacher Wohninvest kauft Namensrecht für Weserstadion

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Die Immobilien-Firma Wohninvest aus Fellbach bei Stuttgart zahlt ligenunabhängig 30 Millionen für die nächsten zehn Jahre.

Fellbach/Bremen - Beim Torschrei in der Bundesligakonferenz werden Radioreporter und Fernsehkommentatoren bei Treffern in Bremen künftig den Namen einer Fellbacher Firma im Mund führen. Nach übereinstimmenden Medienberichten heißt das Weserstadion ab der kommenden Saison "Wohninvest Weserstadion".

Von dem Engagement verspricht sich das etwa 80 Mitarbeiter zählende Unternehmen nicht nur TV-Präsenz und einen steigenden Bekanntheitsgrad, sondern auch Sympathiepunkte. "Die sind bodenständig und ehrlich, ein sehr sympathischer Club, mit dem wir uns identifizieren können", sagt Vulcano. Jetzt hat sich für den Verein eine passende Gelegenheit ergeben. Das gute Verhältnis zum Klub spielt offenbar auch eine Rolle bei den Namensrechten.

Ab dem 1. Juli werde aus dem Weserstadion das "Wohninvest Weserstadion", heißt es in dem Bericht.

Werder plant diesen unter Fans umstrittenen Schritt schon seit längerer Zeit. In der Ära des früheren Managers und Aufsichtsratschefs Willi Lemke galt der Stadionname als unantastbares Gut.

Als einer der letzten Klubs aus der Fußball-Bundesliga verkauft offenbar nun auch Werder Bremen den Namen seines Stadions.

Werder Bremen steht vor dem Verkauf des Stadionnamens Weser-Stadion.

Allerdings wird das Geld nicht direkt an den Bundesligisten fließen, sondern an die Bremer Weserstadion Gesellschaft (BWS), die zu je 50 Prozent der Stadt und dem Verein gehört. Denn nach den Umbaumaßnahmen bis 2011 muss die Gesellschaft weiterhin Kredite von bis zu 70 Millionen Euro abtragen.

"Versuche, durch Vermarktung der Flutlichtmasten oder Crowdfunding-Projekte das Loch zu stopfen, scheiterten". Jetzt wird das Millionen-Defizit durch den neuen Namensgeber (seit einem Jahr Logen-Inhaber bei Werder) bereinigt.

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