Boxen: Weltmeister Joshua unterliegt Außenseiter Ruiz

Einstellen Kommentar Drucken

Als krasser Aussenseiter entthront er den englischen Titelverteidiger Anthony Joshua. Ruiz hatte nur fünf Wochen Zeit, sich auf den Kampf vorzubereiten, ihm wurden nicht viele Chancen auf den Sieg eingeräumt. Runde. Damit ist der Amerikaner Weltmeister der Verbände IBF und WBO sowie WBA-Superchampion und Titelträger der weniger bedeutsamen IBO. Ich kann gar nicht glauben, dass ich gerade meinen Traum habe wahr werden lassen.

Während Ruiz in seinem 34.

"The little fat kid" (Das kleine dicke Kind), wie sich Ruiz selbst nennt, schaffte eine jener Ring-Sensationen, wie sie James "Buster" Douglas 1990 gegen Mike Tyson, Hasim Rahman 2001 gegen Lennox Lewis und Corrie Sanders 2003 gegen Wladimir Klitschko gelungen waren. Als "Dickerchen" und Fallobst war der Boxer verhöhnt und verlacht worden. Doch der unbesiegte New Yorker war bei zwei Dopingkontrollen positiv getestet worden. "Ich habe Geschichte für Mexiko geschrieben, das bedeutet mir alles", so Ruiz nach seinem historischen Triumph.

Aber Ruiz, von seinem Vater nach Trainingsanstrengungen früher mit Snickers-Riegeln belobigt, die er noch heute liebend gern verspeist, machte seinem Kampfnamen Zerstörer alle Ehre. Der schnelle und technisch gute Ruiz konterte jedoch und schickte den Briten ebenfalls zu Boden. Nach mehreren heftigen Schlägen gegen den Kopf ging er erneut zu Boden, konnte sich aber in die Pause retten. Danach wirkte Joshua wie gelähmt. Dann brach der Ringrichter ab. Der geschlagene Joshua, 29, zollte seinem Bezwinger "großen Respekt" und sagte: "Sorry an meine Freunde und Unterstützer, dass ich sie enttäuscht habe". "AJ wird zu 100 Prozent zurückkommen", sagte der Brite über seinen Schützling. Sein Promoter Eddie Hearn kündigte den Rückkampf für November oder Dezember in London an. "Er wird wiederkommen. Vielleicht tut ihm diese Niederlage gut".

Comments