Tödlicher Ansturm auf Mount Everest

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Der Ire starb nach Angaben seines Tour-Veranstalters bereits am Freitag auf der tibetischen Seite des Berges. Der 56-Jährige war demnach auf dem Weg zum Gipfel umgekehrt, aber dann am North-Col-Pass auf 7.000 Metern Höhe in seinem Zelt gestorben. Damit kamen den aktuellsten Behördenangaben zufolge in den vergangenen Tagen zehn Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr hatte es während der rund einmonatigen Saison lediglich fünf Todesopfer gegeben.

Vor allem am Mittwoch gab es einen regelrechten Stau: Auf Fotos war eine lange Menschenschlange zu sehen, die darauf wartete, die letzten Meter nehmen zu können. Der Mount Everest war der letzte auf seiner Liste.

Wegen der schwierigen Witterungsbedingungen kann die Spitze des Mount Everest nur wenige Wochen im Frühjahr bestiegen werden. Von etwa Anfang Mai an versuchen die Bergsteiger dann, eines der "Wetter-Fenster" abzupassen.

Innerhalb der vergangenen sieben Tage endete die Besteigung des Mount Everest für mittlerweile zehn Bergsteiger tödlich. Ein Grund für die vielen Todesfälle könnten die langen Wartezeiten durch die große Zahl an Kletterern sein. Der Nepalese brach zusammen und wurde mit einem Helikopter in ein Basislager geflogen, dort wurde der Tod des Mannes festgestellt.

Der 65-jährige Baumeister aus Graz-Umgebung galt als leidenschaftlicher Bergsteiger, er war vor eineinhalb Jahren auf dem 4.892 Meter hohen Mount Vinson in der Antarktis. Weil immer mehr Bergsteiger das "Dach der Welt" besteigen wollen und Nepal sehr viele Genehmigungen dafür erteilt, kommt es in der sogenannten Todeszone des Everest oberhalb von 8.000 Metern zu langen und lebensgefährlichen Staus.

Gemäss Angaben auf der Internetseite der Bergführer Kobler & Partner verstarb das Mitglied des international zusammengesetzten Expeditionsteams am Donnerstag auf der Nordseite des Mount Everest, auf rund 8600 Metern Höhe auf dem Abstieg vom Gipfel, den er zuvor mit der ganzen Gruppe erreicht habe.

Der 27-Jährige habe auf dem Everest "mehr als zwölf Stunden im Stau" gesteckt, erklärte der Tourveranstalter Peak Promotion. Alle vier Opfer litten nach Berichten von Sherpas unter Erschöpfung. Nun steigt er mit diesem Wissen allein und ohne zusätzliche Sauerstoffflasche auf die höchsten Berge der Erde.

Erst Ende April war ein steirischer Berufssoldat nach einer missglückten Besteigung des Mount Everest ums Leben gekommen.

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