Millionen Wahlberechtigte: Europawahlen in Deutschland haben begonnen

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Bis zum Mittag (12 Uhr) gaben rund 19,26 Prozent der Wahlberechtigten im französischen Staatsgebiet in Europa ihre Stimme ab, wie das Ministerium auf Twitter bekannt gab. Bei der Europawahl2014 lag die Wahlbeteiligung zum selben Zeitpunkt bei 25,6 Prozent, am Ende betrug sie 48,1 Prozent.

SPD-Anhänger trauern nach der ersten Prognose zur Europawahl 2019. Bislang war das Land in diesem Punkt immer Schlusslicht unter den EU-Staaten. Erwartet werden Verluste bei Christ- und Sozialdemokraten im Vergleich zur Wahl 2014 und Erfolge rechter EU-Kritiker in wichtigen Ländern. Liberalen und Grünen wurden Zugewinne vorhergesagt.

Der Wahlausgang könnte nicht nur die Europäische Union, sondern auch die große Koalition in Berlin erschüttern. In Polen hatten fünf Stunden nach Öffnung der Wahllokale bis 12.00 Uhr MESZ 14,39 Prozent der Wähler abgestimmt - etwa doppelt so viele wie 2014. Auf Deutschland, wo es knapp 65 Millionen Wahlberechtigte gibt, entfallen 96 Sitze im EU-Parlament. Die Grünen könnten Umfragen zufolge vor der SPD zweitstärkste Kraft werden, erstmals überhaupt bei einer bundesweiten Wahl. Die Alternative für Deutschland (AfD) lag in Umfragen bei rund zwölf Prozent.

Außer in Deutschland werden zeitgleich auch in 20 weiteren europäischen Ländern die neuen Abgeordneten für das Europäische Parlament gewählt.

Dennoch: CSU-Politiker und EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hofft trotz der prognostizierten Verluste auf den Posten des EU-Kommissionspräsidenten genau so wie sein sozialdemokratischer Herausforderer der Niederländer Frans Timmermans.

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