Wegen großer Bird Box-Empörung: Netflix ändert den Film

Einstellen Kommentar Drucken

Kaum schien sich der Netflix-Film "Bird Box" aus der medialen Aufmerksamkeit zu verabschieden, ist er zurück in den Branchenschlagzeilen: Der dystopische Thriller mit Sandra Bullock, der aufgrund einer nach ihm benannten Social-Media-Challenge für Negativpresse sorgte, jedoch auch starke Abrufzahlen geschrieben hat wird etwa drei Monate nach seiner Veröffentlichung gekürzt.

Die kanadischen Politiker forderten Netflix umgehend auf, die Szenen aus "Bird Box" zu entfernen und den Opfern des Zugunglücks eine Entschädigung zu zahlen. Damals entgleiste ein führerloser Güterzug in der in Quebec gelegenen Stadt Lac-Mégantic. Nun gab der Streaming-Dienst die Entfernung des Archivmaterials aus dem Film bekannt, der im Dezember 2018 erschien.

Gegenüber "Variety" bestätigte ein Unternehmenssprecher: "Netflix und die Filmemacher von 'Bird Box' haben beschlossen, den Clip zu ersetzen". "Wir entschuldigen uns für jeglichen Schmerz an der Lac-Megantic-Gemeinde", so der Streaming-Anbieter in einer Stellungnahme gegenüber TheWrap. Dieses Ergebnis zeigt, dass durch die Vereinigung und Bündelung unserer Anstrengungen alles möglich ist.

Im Falle von "Bird Box" ist derweil lange nichts passiert.

Das kanadische Parlament stimmte bereits im Januar einstimmig dafür, Netflix abzustrafen. Dieselben Aufnahmen mussten bereits aus einer Folge Netflix-Serie Travelers entfernt werden.

Comments