VW-Chef Herbert Diess entschuldigt sich für "Ebit macht frei"-Ausspruch"

Einstellen Kommentar Drucken

Diess hatte demnach am Dienstag in einer internen Konferenz vor Mitarbeitern in Wolfsburg den Satz "Ebit macht frei" benutzt - zweifach, wie Teilnehmer berichteten. Diess hatte den Ausspruch im Zusammenhang mit der operativen Rendite verschiedener Konzernmarken verwendet - die Wortwahl erinnert dabei an den Schriftzug "Arbeit macht frei", den die Nationalsozialisten an den Toren mehrerer Konzentrationslager angebracht hatten. "Dass diese Möglichkeit besteht, daran habe ich in diesem Moment nicht gedacht", erklärte Diess in einer Stellungnahme, die am Mittwoch im VW-Intranet veröffentlicht wurde und der WAZ vorliegt.

Spitzenmanager sollten ihre Wortwahl besonders bedenken.

"Es war in keiner Weise meine Absicht, diese Aussage in einen falschen Zusammenhang zu setzen", so Diess weiter.

Ebit ist die englische Abkürzung für den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Darauf habe sich seine Aussage bezogen, sagt Diess. "Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen". "Im Volkswagen-Konzern gibt es Marken mit unterschiedlich hoher operativer Rendite". Zuhörer fühlten sich laut "Manager-Magazin" an den Schriftzug "Arbeit macht frei" erinnert, der über den Eingangstoren verschiedener nationalsozialistischer Konzentrationslager stand, unter anderem auch in Auschwitz.

Volkswagen wurde 1937 von den Nazis unter anderem mit enteignetem Gewerkschaftsvermögen gegründet. "Marken mit einer hohen Rendite verfügen erfahrungsgemäß über eine höhere Entscheidungsfreiheit im Konzern", so der Manager.

Das Video konnte nicht abgespielt werden.

Volkswagen will weg vom Verbrennungsmotor, hin zur Batterie. Der Konzern begründet dies mit der "Automatisierung von Routinearbeiten".

Comments