Ford streicht 5.000 Stellen in Deutschland

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Jetzt erklärte der US-Autobauer, er wolle 5000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Die Belegschaft sei am Freitag informiert worden, teilte eine Unternehmenssprecherin auf AFP-Anfrage mit. Der Konzern will so mindestens 500 Millionen Dollar sparen und in Europa schnellstmöglich wieder zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren. Betroffen von dem Stellenabbau sind neben Saarlouis auch die beiden anderen Standorte Köln und Aachen. Erst im Januar 2019 hatte Ford einen massiven Stellenabbau in Europa angekündigt.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete darüber hinaus, der Jobabbau solle über Abfindungen für Beschäftigte bis 49 Jahren und Frühverrentungen von Mitarbeitern über 50 Jahren erreicht werden. Ford beschäftigt in Deutschland rund 18.000 Mitarbeiter in Köln und 6000 in Saarlouis.

Das Unternehmen habe in den vergangenen zehn Jahren "kein nachhaltig positives Betriebsergebnis erzielen können", zitiert das Blatt aus dem Schreiben weiter. Das ist die Stammbelegschaft - hinzu kommen noch die Leiharbeiter, deren Zahl unklar ist. Darin heißt es weiter: "Damit einher geht in Deutschland eine Personalreduzierung um mehr als 5000 Stellen (einschließlich Leiharbeitnehmern)". Die Maßnahmen seien nötig, um Ford in Deutschland langfristig eine Perspektive zu geben. Zum Umbau gehört demnach auch, "weniger profitable Modellreihen" einzustellen und "Märkte mit schwächerem Potenzial" zu überprüfen.

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