Airline-Bilanz: Lufthansa macht vier Prozent weniger Gewinn

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Der Nettogewinn ging um 8 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zurück.

Die Integration des ehemaligen Air-Berlin-Geschäfts bei Eurowings schlug mit 170 Millionen Euro zu Buche, so dass die Billigtochter des Lufthansa-Konzerns im Gesamtjahr einen operativen Verlust von 231 Millionen Euro schrieb.

Der Konzerngewinn fiel 2018 laut Geschäftsbericht um acht Prozent auf 2,16 Milliarden Euro. Die Airline brachte einen operativen Gewinn von 593 Millionen Euro.

Die Flugausfälle und Verspätungen sowie die Entschädigung der betroffenen Kunden kosteten den Konzern rund 518 Millionen Euro.

Der gestiegene Ölpreis und das durch die Teilübernahme der Air Berlin stark gewachsene Flugangebot ließen die Treibstoffkosten der Lufthansa Gruppe um rund 850 Millionen auf 6,1 Milliarden Euro anschwellen. Austrian Airlines steuerte lediglich 83 Millionen Euro Gewinn bei - ein Minus von elf Prozent. Diese hat 2018 ein Ergebnis von 115 Millionen Euro erwirtschaftet. Steigende Kerosinpreise und der Preiskampf unter den Fluglinien in Europa dämpfen die Erwartungen des Vorstands an das laufende Jahr. Die Zahl der Passagiere erreicht mit einem Zuwachs um zehn Prozent einen neuen Rekordstand von 142,3 Millionen. Und bei seiner Gewinnprognose für 2019 hielt sich der Manager am Donnerstag in Frankfurt eine große Spanne offen.

Beim Umsatz erwarte man im laufenden Jahr ein Wachstum zwischen vier und sechs Prozent. Insgesamt dürften die Ticketpreise eher auf dem Niveau des Vorjahres bleiben - mit einem leichten Anstieg bei Eurowings und einem leichten Rückgang bei der Premiummarke Lufthansa. Die Marge solle zwischen 6,5 und acht Prozent liegen. Analysten hatten beim bereinigten Ebit einen Rückgang um sieben Prozent erwartet. So hat Eurowings zwar den Großteil der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin übernommen und damit schlagartig Marktanteile in Deutschland gewonnen. "Das ist ökologischer und ökonomischer Wahnsinn".

Für 2019 erwartet das Management jetzt Treibstoffkosten von 6,7 bis 6,8 Milliarden Euro. "Wir beginnen bei 35 Euro". Spohr halbierte die Wachstumspläne beim Flugangebot für den Sommer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum will der Konzern sein Flugangebot jetzt statt um 3,8 nur noch um 1,9 Prozent ausweiten.

Für das laufende Geschäftsjahr strebe man noch ein Plus von gut drei Prozent an.

Bei der Lufthansa kam es im Sommer ebenso wie bei anderen Airlines in Europa zu massiven Störungen.

Auf welche Weise Eurowings weiter wächst, macht der Lufthansa-Chef auch von der Zukunft des Ferienfliegers Condor abhängig.

Lufthansa zeigt sich weiter interessiert am Langstreckengeschäft der Thomas-Cook-Tochter Condor, die früher einmal zum Lufthansa-Konzern gehört hatte. "Der Sommer wird besser, aber nicht gut", sagte Spohr. Die "10 bis 12" Langstreckenjets der Condor könnten da eine Rolle spielen.

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