Weitere dreieinhalb Jahre Haft für Trumps Ex-Wahlkampfchef

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Verurteilt wurde Manafort aber nicht für seine Tätigkeit für Trump, sondern im Zusammenhang mit seiner früheren Arbeit für russlandfreundliche Politiker in der Ukraine. Das berichteten der Sender MSNBC und das "Wall Street Journal" übereinstimmend.

Paul Manafort hat Zeugenbeeinflussung und Verschwörung gegen die USA zugegeben, nun ist der frühere Wahlkampfmanager von Präsident Donald Trump schuldig gesprochen worden.

Das jetzige Strafmass kommt zu einer bereits vergangene Woche in einem anderen Fall gegen Manafort verhängte Haftstrafe von 47 Monaten hinzu, der 69-Jährige ist damit zu insgesamt siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Untersuchungen noch nicht abgeschlossen Die Prozesse gegen Manafort hatten nicht direkt etwas mit dem Kern der Russland-Affäre um Trump zu tun, ergaben sich aber aus den Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller. In diesem Fall war Manafort wegen Steuer- und Bankenbetrugs verurteilt worden. In der vergangenen Woche war er in Alexandria in Virginia zu vier Jahren verurteilt worden, neun Monate in Haft können ihm angerechnet werden. Die Einnahmen daraus hatte er vor den US-Behörden verborgen.

Mit dem Urteil endet ein wichtiger Prozess in der Untersuchung von US-Sonderermittler Robert Mueller, der eine harte Strafe für Manafort gefordert hatte. Jetzt stockte ein Gericht die Strafe weiter auf.

Mit den Worten, es sei keine Komplizenschaft mit Russland festgestellt worden, wandten sich Manaforts Anwälte nach der Verhandlung unverblümt an Trump. "Es tut mir leid, was ich getan habe".

Manafort hat jahrzehntelang als Lobbyist und Politikberater gearbeitet und sich dabei einen zweifelhaften Ruf erarbeitet. Sie drehen sich um seine Lobbyarbeit in der Ukraine. Schon im August musste er allerdings wieder gehen. Seine vielen Talente habe er dazu genutzt, Steuern zu hinterziehen, Banken zu täuschen und die Justiz zu behindern. Er ist einer von sechs Männern aus Trumps Umfeld, gegen die im Zuge von Muellers Untersuchungen Anklage erhoben wurde. Er sitzt bereits seit Juni 2018 in Untersuchungshaft.

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