Brasilien: Amoklauf an Schule - acht Tote | Welt

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Bei einem bewaffneten Angriff in einer Schule in Suzano im brasilianischen Bundesstaat São Paulo sind am Mittwoch mehrere Menschen erschossen worden.

Zwei Jugendliche sollen laut Polizei sich vor einer Schule in der Stadt Suzano vermummt und anschließend in diese gestürmt sein. Bei den Tätern handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 25-Jährigen und einen 17-Jährigen. Danach nahmen die Täter sich offenbar selbst das Leben.

Fünf Schüler im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sowie zwei Mitarbeiterinnen wurden getötet. "Wir haben gerade das Essen serviert, als sie anfingen zu schießen". Weitere Personen wurden verletzt, wie die brasilianische Polizei mitteilte. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebäude. "Ich bin konsterniert, geschockt". Das Motiv für die Tat ist bisher unklar. Laut einem Bericht der Zeitung "O Globo" hat die Schule Raul Brasil im Grossraum São Paulo etwa 1000 Schüler und 100 Mitarbeiter. "Ein Lehrer, ein Angestellter - alle rannten", erzählte ein Nachbar der Zeitung "Folha de S. Paulo".

Vor Ort entdeckte die Polizei neben Pfeil und Bogen auch Flaschen, die wie Molotow-Cocktails aussehen. Zudem stellten die Beamten einen Koffer mit Kabeln sicher. Daraufhin wurde die Gegend um die Schule vollständig abgeriegelt und ein Kommando zur Bombenentschärfung gerufen. Auf einem vom Nachrichtenportal G1 veröffentlichten Überwachungsvideo ist zu sehen, wie einer der Täter das Gebäude betritt und sofort das Feuer eröffnet. Das Opfer wurde für eine Notoperation in ein Krankenhaus gebracht und befand sich in einem kritischen Zustand.

Brasilien ist eines der am stärksten von Gewalt betroffenen Länder weltweit. Mehr als 60.000 Menschen werden dort jedes Jahr getötet. Zuletzt hatte Präsident Jair Bolsonaro das Waffenrecht gelockert, um den Kauf von Schusswaffen zu erleichtern.

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