Champions League: Schalke 04 - Netzreaktionen zum Desaster bei Manchester City

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In allen Belangen überlegen, spielte Man City einen 7:0 (3:0)-Kantersieg gegen blamable Schalker heraus.

Mit der höchsten Europapokal-Niederlage der Vereinsgeschichte hat sich Schalke 04 sang- und klanglos aus der Champions League verabschiedet.

Nur eins ist klar: Einen Rücktritt von Domenico Tedesco wird es auch nach dem 0:7 gegen Manchester City nicht geben. Nationalspieler Leroy Sane glänzte gegen seine alte Liebe mit einem Tor und drei Vorlagen. "Dann kriegen wir einen Elfmeter, und dann sacken wir zusammen", sagte der frustrierte Fußball-Lehrer, und gab zu: "Das war der größte Spannungsverlust, den ich je als Trainer erlebt habe". Danach haben wir aufgehört, daran zu glauben. "Wir müssen dieses Spiel am besten heute Abend noch abhaken". Gleichwohl dürfte es schwer für ihn werden, das Team bis zum Spiel gegen Leipzig aufzurichten. Denn der neue Sportvorstand Jochen Schneider hatte Tedesco nach sieben Ligaspielen ohne Sieg vorerst nur eine weitere Woche im Amt zugestanden.

35 Minuten lang hielt sich das Team des nur noch auf Bewährung arbeitenden Trainers Domenico Tedesco ganz achtbar, aber dann war's vorbei mit der königsblauen Herrlichkeit. Insgesamt fünfmal griff der Videoassistent ins Spiel ein. Genannt werden Sebastian Rudy, Ralf Fährmann, Amine Harit, Mark Uth, Omar Mascarell, Hamza Mendyl, Cedric Teuchert und Yevhen Konoplyanka. Der Spielfreude und den Fertigkeiten der "Citizens" waren die Schalker mit zunehmender Spieldauer nicht mehr gewachsen. Guardiolas Starensemble - trotz der guten Ausgangsposition quasi in Bestbesetzung - schnürte vor 51.518 Zuschauern die Gelsenkirchener von Beginn an in der eigenen Hälfte ein.

Lediglich zehn Minuten lang sollte dieses massive Defensiv-Bollwerk standhalten, ehe Raheem Sterling Angreifer Kun Agüero bediente, der aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf.

Schalke verteidigte da schon lange nicht mehr mit der Intensität und Konsequenz der ersten halben Stunde. Agüero verwandelte mit einem lässigen Schlenzer.

Es passte aber auch in das Gesamtbild, das Schalke im März 2019 abgibt, dass eine strittige Entscheidung den Anfang vom Ende für Königsblau einleitete. Im Gegenzug zerstörte Agüero mit seinem zweiten Tor die allerletzten Zweifel am Aus des Bundesligisten. Der setzte sich gegen Bruma durch und schoss die Kugel durch Fährmanns Beine zum 2:0 ins Netz. Den nächsten Angriff der Gastgeber schloss Sane mit dem 3:0 ab. Zuvor war ein Treffer von Sane wegen Abseits zurückgenommen worden (53.).

Dann legte Leroy Sané im Strafraum mit viel Übersicht auf Bernardo Silva zurück, der wenig Mühe hatte, auch noch das 5:0 zu erzielen (71.). In der Schlussphase zerfiel Schalke in seine Einzelteile.

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