Post übernimmt Großteil an DHL-Geschäft in Österreich

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Die Österreichische Post wird künftig einen Großteil der Pakete der Deutschen Post in Österreich zustellen. "Weiters ist vorgesehen, Mitarbeiter und einen Großteil der betroffenen Logistik-Standorte zu übernehmen", so das teilstaatliche Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung. Euro, die Österreichische Post brachte es auf 2 Mrd.

In einer Pressemitteilung der DHL verkündete diese, dass die Kooperation keine Auswirkungen auf die Aktivitäten des deutschen Betriebs im internationalen Expressgeschäft, beim Frachttransport und bei Supply-Chain-Lösungen in Österreich haben soll.

Die Kooperation müsse noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft werden, auf eine Entscheidung hoffe man noch heuer, damit die Umsetzung 2020 erfolgen kann. Euro. Die Deutsche Post hatte im Vorjahr rund 28 Millionen Pakete in Österreich zugestellt. Die Umsätze waren in diesem Geschäftsbereich zuletzt deutlich gestiegen, nun wollen die Bonner wieder mehr auf Gewinne achten.

Mit 27 Prozent Marktanteil ist DHL Paket in Österreich Nummer zwei hinter der Post. Nach dem Markteintritt fürchtete der österreichische Platzhirsch um Einbußen in dem durch den Online-Handel boomenden Paketgeschäft. Die Zusteller reagieren damit auf die Konkurrenz durch den US-Digitalriesen Amazon, der seit Oktober des Vorjahres ebenfalls Pakete in Wien ausliefert. DHL sprach heute in einer Pressemitteilung von einer "langfristigen Partnerschaft zur Forcierung des Paketgeschäfts". Am Ausblick für ein stabiles operatives Ergebnis im laufenden Jahr hält der Konzern vor dem Hintergrund steigender Paketmengen, aber auch steigender Investitions- und Integrationskosten fest.

Beim DHL-Deal ist jetzt einmal die Wettbewerbsbehörde am Zug. In der Vergangenheit hat die BWB bei Zusammenschlüssen mit hohen Marktanteilen Marktbefragungen durchgeführt. Im Regelfall hat die BWB vier bis sechs Wochen Zeit für die Fusionskontrolle, besonders heikle Fällen landen vor dem Kartellgericht. Jedenfalls weit über die zwei Prozent, die das "Branchenradar" für Amazon für das Vorjahr ausgewiesen hat. Die Postaktie legte zu Mittag gegenüber dem Vortag um 3,25 Prozent auf 35,56 Euro je Aktie zu. Zur Suche nach einem Finanzdienstleister meinte der Post-Generaldirektor heute: "Es tut sich sehr viel".

Das Einkaufszentrum in der neuen Post-Zentrale am Wiener Rochusmarkt, das anfänglich noch einigen Leerstand hatte, sei inzwischen gefüllt, versichert Pölzl. Pläne die Post weiter zu privatisieren gibt es offiziell derzeit nicht. Die Behörde ordnete an, diese Praxis mit sofortiger Wirkung zu unterlassen und die Daten zu löschen.

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