Langzeitstudie - Impfstoff führt nicht zu Autismus

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Im Jänner erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Impfgegner zu einer der größten Gesundheitsrisiken weltweit.

Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln steht nach einer Langzeitstudie aus Dänemark nicht im Zusammenhang mit Autismus. Viele von ihnen schenken der falschen Behauptung Glauben, dass Impfungen Autismus auslösen könnten.

Für die Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von insgesamt mehr als 650.000 Kindern aus, die zwischen 1999 und 2010 in Dänemark geboren wurden. Nach der Auswertung all dieser Datensätze sahen die Forscher: Die MMR-Impfung erhöht das Risiko für Autismus nicht - auch nicht bei Kindern, die schon familiär vorbelastet waren.

Herkunft eines gefährlichen Irrtums Das seit Jahrzehnten verbreitete Gerücht, Impfen würde Autismus hervorrufen, wurde übrigens im Jahr 1998 von dem Briten Andrew Wakefield in Umlauf gebracht. "In einer idealen Welt müsste sich Forschung nicht mit Verschwörungstheorien beschäftigen", kommentierten US-Mediziner Saad Omer und Inci Yildirim - dennoch sei die Aufklärungsarbeit wichtig. Den Forschern sei es aber ein Anliegen gewesen, die falsche Propaganda von Impfgegnern endgültig zu widerlegen. Obwohl seine Untersuchung kurz darauf als Fälschung entlarvt und zurückgezogen wurde und ihm sogar die Zulassung als Arzt entzogen wurde, verunsichert die Falschinformation weiterhin Eltern von Kleinkindern.

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