Großbritannien und Schweiz schließen Handelsdeal - Radio China International

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Es ist zwar noch nicht soweit, aber für den Fall der Fälle ist schon vorgesorgt: Für die Zeit nach dem Brexit haben Großbritannien und die Schweiz ein Handelsabkommen unterzeichnet.

Noch ist Großbritannien nicht aus der EU ausgeschieden - und noch immer ist unklar, ob es Ende März zu einem harten oder geregelten Brexit kommt. Dabei geht es unter anderem um den Freihandel und das gemeinsame Vorgehen beim Kampf gegen Betrug.

Einige Abkommen - darunter gewissen Sektoren des Agrarabkommens - beruhen auf der Harmonisierung oder der Anerkennung der Gleichwertigkeit der Vorschriften zwischen der Schweiz und der EU und konnten deshalb aktuell nicht komplett übernommen werden. "Die britische Fahrzeugbranche könnte jährlich bis zu acht Millionen Pfund Zollgebühren für ihre Exporte einsparen, die gelten würden, wenn das Abkommen nicht geschlossen würde", zitiert die Financial Times das britische Handelsministerium aus einer Mitteilung. Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, ist aber über Abkommen eng an die EU gebunden und nimmt am EU-Binnenmarkt teil.

Die Schweiz hat mit Großbritannien als eines der ersten Länder einen Handelsvertrag für die Zeit nach dem Brexit ausgehandelt.

Andernfalls gilt es als Grundlage für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Großbritannien nach Ablauf einer Brexit-Übergangsphase. Auch für die Finanzwelt ist die Einigung wichtig: London und Zürich sind bedeutende Finanzzentren in Europa. In Bern unterzeichneten es der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin und der britische Minister für internationalen Handel, Liam Fox.

"Für unsere exportorientierten Unternehmen schafft dieses Abkommen Rechtssicherheit und stellt die zukünftigen Handelsbeziehungen auf ein starkes Fundament", so Frick.

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