Verbraucherzentrale NRW: Das müssen Empfänger zu unverlangten Amazon-Paketen wissen

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Und ohne, dass Amazon selber von dem Versand der Pakete Bescheid weiß, wie die Verbraucherzentrale NRW in einer Pressemitteilung verkündete.

Parker Hannifin Manufacturing Germany GmbH & Co. Die betroffenen Kunden haben dabei weder etwas bestellt, noch handelt es sich um ein Geschenk von Verwandten oder Bekannten.

Eine der Vermutungen: Händler aus Fernost eröffnen einen Zweit-Account bei Amazon unter den Namen der Adressaten. Den Absendern der Pakete droht Amazon mit Sperre, Zurückhaltung von Zahlungen und Einleitung rechtlicher Schritte. Amazon selbst spricht von "betrügerischen Methoden", die Empfänger können die enthaltenen Waren nach aktueller Rechtslage aber ohne Probleme behalten.

Juristisch gelte: Wer unverlangt Pakete von Händlern erhalte, müsse sie nicht aufbewahren. Dem unfreiwilligen Empfänger der Ware stehen drei Möglichkeiten zu: Nutzen, Verschenken oder Entsorgen.

Über die Gründe für die unverlangten Warensendungen gibt es nur Spekulationen. Klar ist den Verbraucherschützern zufolge nur, dass die Sendungen nicht von Amazon selbst stammen, sondern von diversen Händlern, die den Marktplatz des Handelsriesen als Verkaufsplattform nutzen.

Es gebe nicht einmal die Pflicht, den Absender zu kontaktieren, falls sich ein Herkunftsnachweis am oder im Paket findet, so die Antwort weiter. Da sich auch bei diesem, wie auch bei anderen Kunden, weder eine Rechnung oder ein Lieferschein im Paket befand sowie die Lieferung im eigenen Kundenkonto bei Amazon nicht aufgeführt war, konnte dieser die Ware nach Kontakt mit dem Online-Händler unbezahlt behalten. Darunter sind Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel. Interne Dokumente zeigten, dass der Service offenbar intensiv genutzt wird. Er wehrt sich dagegen inzwischen gerichtlich - bislang ohne Erfolg. Das Amtsgericht Solingen sah am 16. Januar 2019 keinen Grund für eine einstweilige Verfügung gegen Amazon.

Das sind schon durchaus interessante Zustände, über welche die Verbraucherzentrale NRW nun berichtet: da werden nichts ahnenden Bürgern einfach Amazon-Pakete angeliefert, ohne dass diese jemals eine Bestellung ausgelöst hätten oder eventuell Freunde oder Familienmitglieder für die Bestellung verantwortlich wären.

Derzeit erhalten einige Amazon-Kunden Pakete, obwohl sie nichts bestellt haben, berichten Verbraucherschützer. Der Konzern will aber "Weder Namen noch Adressen" an die Verkäufer ausgegeben haben.

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