97-jähriger Prinz Philip gab freiwillig den Führerschein ab

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Der 97-Jährige habe den Führerschein aus freien Stücken abgegeben, betonte der Palast.

Februar, 19.42 Uhr: Der Ehemann der britischen Queen, Prinz Philip, wird nach einem Autounfall Mitte Januar seinen Führerschein abgeben. Zudem hatte er sich erst nach massiver öffentlicher Kritik bei den verletzten Frauen entschuldigt. Das teilte der Buckingham-Palast am Abend mit.

Philip war am 17. Januar in der Nähe des königlichen Landsitzes Sandringham in Ostengland mit seinem Geländewagen in einen Kleinwagen gestoßen. Eine Frau in dem anderen Fahrzeug brach sich ihr Handgelenk, die andere Frau in dem Kia erlitt eine Schnittwunde am Knie. Ein neun Monate altes Baby im Auto blieb unverletzt.

Prinz Philips Land Rover stürzte auf die Fahrerseite, die Windschutzscheibe ging zu Bruch.

Der Vorfall hatte eine Debatte über Senioren am Steuer ausgelöst. In Großbritannien läuft der Führerschein ab einem Alter von 70 Jahren aus, kann aber mit einem simplen Selbsteinschätzungstest erneuert werden. Amtlichen Angaben zufolge haben im Königreich mehr als 100.000 Senioren über 90 Jahren noch eine Fahrerlaubnis.

Erst hatte Philip noch Öl ins Feuer gegossen, als er nur kurze Zeit später wieder am Steuer gesichtet wurde - ohne Sicherheitsgurt. Der Duke of Edinburgh konnte von einem herbeigeeilten Unfallzeugen unverletzt aus dem Wagen gezogen werden, war aber nach dessen Aussage "sehr, sehr geschockt und aufgewühlt". Er sei von der Sonne an dem Nachmittag stark geblendet worden und habe das andere Fahrzeug nicht gesehen. "Ich bin sehr betreten über die Konsequenzen".

Wer Schuld hatte an dem Zusammenstoss, ist noch nicht offiziell geklärt. Die erklärte, der Schritt Philips werde bei der Entscheidung über eine mögliche Strafverfolgung berücksichtigt. Prinz Philip ist für seine Leidenschaft für Tempo und fürs Fahren bekannt.

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