Integrationsrat will Englischunterricht abschaffen - stattdessen soll Türkisch, Polnisch und Russisch unterrichtet werden

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Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) lehnt den Vorschlag ab, an Grundschulen Türkisch statt Englisch zu unterrichten.

Er plädierte dafür, stattdessen mehr auf muttersprachliche Kenntnisse der verschiedenen Grundschulkinder zu setzen.

Damals, auf dem Höhepunkt der hunderttausendfachen illegalen Zuwanderung nach Deutschland, rügte Buhrow die Bundesrepublik dahingehend, die Hürden für den Arbeitsmarkt viel höher angesetzt zu haben als die USA, die mit ihrer Haltung größere Integrationserfolge vorweisen könnten.

"Sie (die Kinder mit Migrationshintergrund) sprechen zum Beispiel Türkisch, Russisch, Polnisch. Am besten würden Fremdsprachen erlernt, wenn sie von Muttersprachlern vermittelt würden", sagte Keltek.

Auch die AfD im NRW-Landtag will den Englisch-Unterricht an Grundschulen abschaffen - zugunsten von mehr Deutsch und Mathe. "Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprache erlernen", findet Keltek.

Gut, wenn es darum ginge, beispielsweise Kinder syrischer Familien sprachlich auf die Rückkehr in die Heimat ihrer Eltern vorzubreiten. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist dafür entscheidend. Die Potenziale der vielfältigen Gesellschaft dürften nicht brachliegen, forderte er. "Wer in der Grundschule zum Beispiel bereits Italienisch gelernt hat, der hat auch später weniger Probleme mit Englisch", sagt Keltek. Keltek erklärte, die Kinder könnten das Grundschul-Englisch auch "innerhalb von drei Wochen an einer weiterführenden Schule" lernen. Das schlägt der Vorsitzende des Landesintegrationsrats vor. "Beides hat sich bewährt und wird auch nicht verändert".

Englisch soll in NRW künftig erst ab der dritten Klasse unterrichtet werden.

Keltek wehrte sich gegen die Kritik und verteidigte seinen Vorstoß. "Englisch ist und bleibt die zentrale Fremdsprache, die eine weltweite Kommunikation ermöglicht", betonte die Ministerin. Damit sind sie von Anfang an benachteiligt. "Deshalb halte ich es für richtig, dass gerade in den ersten beiden Jahren der Grundschule die Konzentration auf Deutsch gelegt wird", sagte die Staatssekretärin. "Davon werden vor allem die Kinder profitieren, die in ihrem Elternhaus nicht deutsch sprechen".

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