Autoindustrie:Daimlers Gewinn bricht um fast ein Drittel ein

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Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn war um 29 Prozent auf 7,25 Milliarden Euro eingebrochen.

"Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind", erklärte Vorstandschef Dr.

Das optimale Maß zu finden zwischen bestmöglicher Marktausschöpfung und selbiger Kostensituation sei nun keine neue Frage, sagt Zetsche, und auch kein Thema, das durch die E-Mobilität neue Brisanz erfahre. Nach den ersten neun Monaten hatte Daimler aber einen Abfluss von 60 Millionen Euro zu verzeichnen. Analysten hatten dagegen mit 3,45 Euro gerechnet. Der Betriebsgewinn des Konzerns soll 2019 um mehr als fünf Prozent zulegen.

Für den Gewinneinbruch gab es viele Gründe. Wie anderen Hersteller gelang es auch den Stuttgartern 2018 nicht, alle Fahrzeuge schnell genug fit für den neu eingeführten WLTP-Verbrauchstest zu machen. Hintergrund sind unter anderem die hohen Investitionen in die neuen Elektro-Modelle. "All das hat sich auch in unseren Ergebnissen und in unserem Aktienkurs niedergeschlagen".

Es dürfte aber noch etwas dauern, bis diese fruchten. Die Arbeitnehmervertreter habe man grundsätzlich informiert und wolle das auch weiterhin tun.

Zudem bereitete Zetsche darauf vor, dass auch die zweite Stufe der Umstellung auf schärfere Abgas-Prüfverfahren in diesem Jahr Probleme bereiten könnte. Höhere Importzölle in China gegenüber den USA im Handelsstreit verteuerte die SUV-Importe aus Amerika, was die Nachfrage dämpfte und die Gewinnspanne verringerte. Trotz mehrfacher Nachfragen war Zetsche bei der Pressekonferenz nicht bereit, auf Einzelheiten einzugehen.

Konzernabsatz plus 2,4% auf 3,4 (i.V. 3,3) Mio.

"Wir sind in der Erarbeitung dieses Programms", sagte der Manager am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz. Daimler geht mit dem neuen Jahr dazu über, Margenziele für die Sparten anzugeben.

Die nächsten Jahre werden für den Stuttgarter Konzern keine leichten werden. Doch wie die aussehen, ließ Daimler-Chef Dieter Zetsche offen. Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer hatte bei der Weltpremiere des EQC bereits darauf hingewiesen, dass die Koordination der zahlreichen Zulieferer, die Komponenten für das Batteriesystem herstellen, eine große Herausforderung sei. Vor allem die Hauptsparte, die Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars, büßte dadurch an Gewinn ein. Die Umsetzung liege aber in der Verantwortung des neuen Vorstandsteams.

Nach seinen Worten ist der Konzern jetzt dabei, "umfassende Gegenmaßnahmen" für diese beiden Sparten zu erarbeiten. "Unser Anspruch ist, bis 2021 wieder in unseren angestrebten Renditekorridor von 8 bis 10 Prozent zu kommen", sagte Zetsche. Ebenso sagte er nichts dazu, ob möglicherweise bei Leiharbeitern gekürzt werden soll. "Damit können und wollen wir nicht zufrieden sein", sagte Zetsche. Besonders stark gingen aufgrund der erwähnten Belastungen die Ergebnisse der Sparten Cars und Financial Services zurück, um 18 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro und um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. "Mit Blick nach vorn halten wir die Investitionen im Jahr 2019 auf diesem hohen Vorjahresniveau", so Zetsche. Doch Källenius muss sich als der Neue auch die Unterstützung der Belegschaft sichern. "Wir sind hier im Dialog mit dem Vorstand", sagte Brecht und verwies gleichzeitig auf eine "Beschäftigungsperspektive" für die 170.000 Daimler-Mitarbeiter in Deutschland. Am Ende des Jahres verbuchte Daimler aber ein leichtes Absatzplus auf 2,4 Millionen Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart weltweit. Der Umsatz blieb jedoch annähernd gleich. Schon im vergangenen Jahr hatte Daimler angekündigt, wegen hoher Entwicklungsinvestitionen in der Pkw-Sparte bis 2021 vier Milliarden Euro an Kosten sparen zu wollen. Die Folge: Absatzzahlen, Gewinne und Margen sinken.

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