Mehrere Tote bei Großbrand in Paris

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Die Feuerwehr war mit etwa 200 Einsatzkräften vor Ort, bei ihrer Ankunft soll die Situation schon lebensbedrohlich für die Bewohner gewesen sein.

Eine Person wurde bei dem Feuer in einem achtstöckigen Haus im 16. Pariser Bezirk im Westen der französischen Hauptstadt schwer verletzt, wie die französische Feuerwehr mitteilte. "Wir wissen nicht, ob wir noch Opfer in den zerstörten Wohnungen finden". Auch mehrere Gebäude in der Nachbarschaft der Rue Erlanger wurden geräumt. Die Brandursache war nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP zunächst unklar. In der Nähe des Wohnhauses nahm die Polizei in den Morgenstunden eine Frau fest, die in dem Haus lebte. Sie befinde sich in Polizeigewahrsam, sagte der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz am Dienstagmorgen. Laut der zuständigen Staatsanwältin wird wegen Brandstiftung gegen die Frau ermittelt. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner zufolge ist die Frau den Behörden bekannt, sie soll psychische Probleme haben. Nachbarn sprachen davon, dass dem Brand ein Streit vorausgegangen war. Die Feuerwehr musste etliche Menschen mit Leitern in Sicherheit bringen. "Als wir ankamen, loderte das Feuer bereits auf mehreren Etagen", sagte Feuerwehrsprecher Fuet. Der Einsatz sei besonders gefährlich gewesen, weil im Innenhof nur Handleitern benutzt werden konnten. Das Feuer sei um 1 Uhr morgens ausgebrochen, hieß es. "Ich bin schockiert." Einer der Feuerwehrleute hielt einen kleinen weißen Hund in den Armen: "Kennt jemand den Besitzer?" "Paris trauert", twitterte Bürgermeisterin Anne Hidalgo. "Ich möchte meine tiefe Traurigkeit zum Ausdruck bringen und Ihnen meine volle Unterstützung zusichern", schrieb sie auf Twitter. "Vielen Dank an die Feuerwehrleute, deren Mut viele Leben gerettet hat", schrieb er auf Twitter.

Es handelt sich um den verheerendsten Brand in Paris seit fast 14 Jahren: Im August 2005 waren 17 Menschen in einem baufälligen Haus im Osten von Paris ums Leben gekommen, darunter 14 Kinder. 28 Menschen, darunter drei Feuerwehrleute, erlitten leichte Verletzungen. Angrenzende Wohnhäuser wurden evakuiert, einige waren einsturzgefährdet.

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