Abu Dhabi: Hohe Erwartungen an Rede des Papstes

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Später wird er ein privates Treffen mit Ahmed al-Tayeb, dem Großimam von Ägyptens Al Azhar-Moschee, und Mitgliedern des Muslimischen Ältestenrates in der Großen Shaikh-Zayed-Moschee abhalten, um über die Beziehungen zwischen den Religionen zu diskutieren.

Zum Auftakt seiner historischen Reise auf die arabische Halbinsel hält Papst Franziskus heute eine Rede auf einem interreligiösen Treffen. Laut Schätzungen leben bis zu 800.000 Christen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, viele von ihnen sind Arbeitsmigranten aus Südostasien. Die Emirate sind Teil der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz in dem verheerenden Bürgerkrieg im Jemen. Dabei wurden bereits tausende Zivilisten getötet. Der Jemen-Krieg im Süden der Arabischen Halbinsel hat sich seit 2015 nach UN-Angaben zur schwersten humanitären Krise der Welt ausgewachsen.

An dem Treffen in dem islamischen Land sollen Hunderte Vertreter verschiedener Religionen teilnehmen.

In den Emiraten sind rund zehn Prozent der Bevölkerung Katholiken, laut Vatikan etwa 900.000 Menschen. Die Kluft zwischen Arm und Reich und Migration im Allgemeinen sind weitere Themen, die Franziskus am Herzen liegen.

Die Emirate sind bemüht, sich im Umfeld des Papst-Besuches als tolerantes und weltoffenes Land zu präsentieren.

Amnesty erklärte, die Emirate versuchten, sich mit dem Pomp um den Besuch einen Anstrich von Toleranz zu geben.

Nach der Ankunft standen am Sonntag keine Termine für den Papst an. Franziskus spricht erst am Abend bei einer interreligiösen Begegnung öffentlich. Am Dienstag werden zu einer Messe mit dem Papst in einem Sportstadion rund 130 000 Gläubige erwartet.

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