Um Panik zu vermeiden: Gassigehen soll im Iran bald verboten werden

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Diese Nachricht dürfte Hundeliebhaber in aller Welt entsetzen: Gassigehen mit dem Hund soll in Teheran jetzt verboten werden. Die Polizei habe daher die Erlaubnis der Staatsanwaltschaft erhalten, gegen Hundehalter konsequent vorzugehen.

Es sei zudem strafbar, Hunde in Autos zu transportieren, meldet die Nachrichtenagentur "Tabnak", wobei hier noch nicht klar sei, ob Fahrzeuge als öffentliche Flächen ausgelegt werden können.

Welche Strafen die Hundebesitzer erwartet, ist jedoch unklar. Die Tiere werden von den islamischen Behörden als "unrein" betrachtet. Daher ist das Halten von Haustieren beim Klerus auch nicht gerngesehen.

Schon mehrmals versuchte die islamistische Regierung des Irans, Hundehaltung ganz zu verbieten.

Es gibt zwar immer noch viele Iraner, die aus unverständlichen Gründen extreme Angst vor Tieren haben - auch vor Katzen, aber vor allem vor Hunden. Das iranische Kulturministerium verbot den Medien im Jahr 2010 jegliche Werbung für Haustiere oder Produkte, die mit Haustieren in Verbindung stehen.

Besonders immer mehr junge Iraner nehmen - besonders für ihre Kinder - Hunde als Heimtiere auf. Deshalb gibt es in dem Land laut der Deutschen Presse-Agentur seit einigen Jahren auch immer mehr Tierkliniken und Geschäfte für Heimtierbedarf, besonders in der Hauptstadt Teheran und anderen Großstädten.

Beobachter gegen daher davon aus, dass auch das neue Hunde-Gassi-Verbot von den Hundehaltern genauso ignoriert wird wie die vorherigen Verbote.

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