Polen - Erdbeben in Kupfergrube: Noch acht Bergleute in Polen vermisst

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Der Mann habe überlebt, weil er sich in einer besonders geschützten Kabine eines Transportfahrzeugs befunden habe, erklärte der Chef der Kupfermine in Rudna, Marek Swider, am Mittwoch.

Am Abend befreiten die Rettungskräfte zwei Menschen lebend aus dem Schutt, sagte der Direktor der Mine auf einer Pressekonferenz. Die Verletzten seien zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Warschau - Acht Bergleute einer polnischen Kupfergrube werden nach einem kräftigen Erdbeben in dem Bergwerk vermisst. Das teilte das betroffene Unternehmen nach dem Erdstoß mit. Insgesamt hätten zum Zeitpunkt des Bebens 32 Kumpel in der Kupfermine gearbeitet. Das Beben in Polkowice nordwestlich von Breslau (Wroclaw) erreichte nach Messungen des Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam eine Stärke von 4,6. Es entstand laut KGHM in einer Tiefe von 770 Metern.

Zunächst hatte eine Sprecherin der Firma davon gesprochen, dass 14 Bergleute vermisst würden, doch im Laufe des Nachmittags und des frühen Abends gelang es den Rettungskräften, die Arbeiter zu finden. Die verletzten Arbeiter im Krankenhaus schweben der polnischen Presseagentur PAP zufolge nicht in Lebensgefahr. Bereits im November 2016 hatte in der Kupfermine nahe dem niederschlesischen Lubin schon einmal die Erde gebebt. Bei dem Beben der Stärke 3,4 verloren damals acht Bergleute ihr Leben, weil weite Teile des Stollens eingestürzt waren.

In Südpolens Bergwerksregionen kommt es immer wieder zu Erschütterungen. Was das aktuelle Beben ausgelöst hat, war zunächst unklar.

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