Smartphone-Bank N26 bekommt 300 Millionen Dollar für weiteres Wachstum - Wirtschaft

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Die Mobile Bank N26 hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen eine neue Finanzierungsrunde über 300 Millionen Dollar abgeschlossen hat. Mit dem vorhandenen Rekordkapital steht dem schon länger geplanten Marktstart in den USA nun wohl nichts mehr im Weg - und der solle, so teilt das Unternehmen mit, noch im ersten Halbjahr 2019 erfolgen.

Bis heute hat N26 mehr als 500 Millionen Dollar von den weltweit etabliertesten Investoren eingesammelt, darunter Tencent, Allianz X, Peter Thiels Valar Ventures, Li Ka-Shings Horizons Ventures, Earlybird Venture Capital, Redalpine Ventures und Greyhound Capital.

Die Berliner Smartphone-Bank N26 hat sich von Investoren weitere 300 Millionen US-Dollar (261 Millionen Euro) gesichert. Die Runde wurde angeführt von dem US-Venture-Capital-Fonds Insight Venture Partners und GIC, dem Staatsfonds von Singapur. FinTech-Experte Heinz-Roger Dohms ist bass erstaunt: "Investoren schätzen N26 nun sogar höher ein als die drittgrößte börsennotierte Bank hierzulande, nämlich die Wiesbadener Aareal". Bezüglich eines potenziellen Börsengangs hält sich das Unternehmen bisher bedeckt. Die Nutzer der Banking-App vertrauen dem FinTech auf ihren Konten aktuell über eine Milliarde Euro an.

In jedem Fall sind die Pläne, die CEO Valentin Stalf hat, ambitioniert: In den kommenden Jahren will das Unternehmen weltweit über 100 Millionen Kunden erreichen, so heißt es in der Pressemitteilung. N26 wird auch künftig am besten Bankprodukt für digitale Kunden arbeiten.

N26 war 2013 gegründet worden und startete in Deutschland und in Österreich. Derzeit ist N26 in 24 Ländern in Europa verfügbar, beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und hat Büros in Berlin, Barcelona und New York. Deutsche Startups erhielten einer Studie zufolge 2018 insgesamt 4,6 Milliarden Euro - ein neuer Rekord.

Die deutschen Gefilde hat N26 in Sachen Finanzierung mittlerweile längst verlassen. Diese kommen fast immer aus China oder den USA. Es ist jedoch nicht nur die gewaltige Summe von einer halben Milliarde, die beeindruckt - das noch stärkere Signal ist der Glaube der Investoren an die Idee und an den Weg von N26.

Es handelt sich damit um eine der größten Private-Equity-Finanzierungsrunden, die ein europäisches Fintech je gestemmt hat.

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