Neue Vorwürfe gegen inhaftierten Automanager: Carlos Ghosn erneut angeklagt

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Seit fast zwei Monaten sitzt der ehemalige Nissan-Chef Ghosn in japanischer U-Haft.

Die Staatsanwaltschaft Tokio erhebt neue Vorwürfe gegen den früheren Nissan-Manager Ghosn: Er soll auch in den Jahren 2015 bis 2018 sein Einkommen zu niedrig angegeben und schweren Vertrauensbruch begangen haben. Dies gab das Bezirksgericht bekannt.

Ghosn und Kelly waren am 19. November wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Tokio festgenommen worden. Zudem soll er sich persönlich an Firmenkapital des Autobauers Nissan bereichert haben. Dafür waren sie bereits angeklagt worden. Ghosn war zu Wochenbeginn erstmals seit seiner Festnahme vor Gericht erschienen und beteuerte seine Unschuld.

Ghosns Anwälte erklärten am Freitag, eine Freilassung ihres Mandanten auf Kaution fordern zu wollen. Allerdings räumten sie ein, dass eine Freilassung auf Kaution bis zum Beginn eines Prozesses fraglich sei. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Ghosn, jahrelang Einkommen viel zu niedrig angegeben zu haben. Sie wirft ihm vor, Verluste aus Devisen-Absicherungsgeschäften illegal verbucht zu haben.

Ghosn, der diese Woche kurzzeitig unter Fieber litt, weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Er hatte Nissan einst vor der nahen Pleite gerettet.

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