Huawei-Mitarbeiter wegen Spionagevorwurf in Polen verhaftet

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Dabei handelt es sich um einen chinesischen Mitarbeiter von Huawei sowie einen polnischen Mitarbeiter der Telekommunikationsfirma Orange Polska. Ihm sowie einem polnischen Cybersicherheitsexperten, früher hochrangiger Mitarbeiter des polnischen Geheimdienstes, werden Spionage zum Nachteil Polens vorgeworfen, berichtet die staatliche polnische Nachrichtenagentur PAP.

Beide würden für drei Monate festgesetzt.

Es seien Wohnungen und auch örtliche Huawei-Büros durchsucht worden, heißt es weiter.

Die chinesische Regierung reagierte am Freitag "zutiefst beunruhigt" auf die Festnahme des Chinesen.

Westliche Geheimdienste werfen dem chinesischen Konzern Huawei immer wieder vor, seine Produkte mit verdeckten Abhörmöglichkeiten auszustatten, Beweise wurden bislang aber nicht vorgelegt. Man halte sich in den Ländern, in denen man operiere, an alle Gesetze und Regeln.

Huawei teilte mit, sich den Fall anzuschauen und wollte sich nicht weiter äußern.

So gab es am Donnerstag Berichte, wonach die Regierung in Norwegen den Ausschluss des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei vom Aufbau der für den neuen Mobilfunkstandard 5G notwendigen Infrastruktur prüft. Wenn sich der Spionageverdacht bestätigt, drohen den Männern bis zu zehn Jahre Haft.

Zuletzt war Huawei in die Schlagzeilen geraten, weil Kanada die Spitzenmanagerin Meng Wanzhou festsetzte. Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution unter strengen Auflagen freigelassen. Washington wirft der Unternehmerin Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.

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