Gefährliche Erkrankungen drohen: Durchfallerreger offenbar in jedem zweiten Hähnchen

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Der Erreger könne vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu gefährlichen Erkrankungen führen.

Im deutschen Handel sind mehr als die Hälfte der Masthähnchen mit krankmachenden Bakterien belastet, teilt die Bundesregierung mit.

In jeder zweiten Hähnchen-Frischfleischprobe wurden im vergangenen Jahr Durchfallerreger gefunden.

Ekel-Alarm an der Fleisch theke: Bei Kontrollen von Hähnchen-Frischfleisch im deutschen Einzelhandel ist in jeder zweiten Probe ein Durchfallerreger nachgewiesen worden. Im Jahr 2011 lag der Anteil noch bei etwa 32 Prozent der Proben. 2011 waren es 40,9 Prozent der Tiere gewesen. Die bakterielle Darminfektion betrifft nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) jährlich 60.000 bis 70.000 Menschen in Deutschland. Anton Hofreiter kritisiert in diesem Zusammenhang die Arbeit der Bundesregierung: "Der Bundesregierung scheint es egal zu sein, dass immer mehr Durchfallerreger im Fleisch zu finden sind und die Zahl der Infektionen steigt".

Hofreiter forderte, die Bundesregierung müsse für mehr Hygiene auf den Schlachthöfen sorgen. So soll sie sich dafür einsetzen, dass die Grenzwerte für die Keimbelastung in Brüssel nachgebessert werden. Vor allem Kinder, Ältere und Schwangere sind häufig betroffen. Stattdessen lege die Regierung "ihre schützende Hand lieber über die Agrar- und Schlachtindustrie". Doch aus Sicht von Gesundheitsbehörden ist das problematisch.

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