China und USA verlängern Handelsgespräche

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Eigentlich sollten die Handelsgespräche zwischen den USA und China nur zwei Tage dauern - nun wurden sie überraschend verlängert. Es sind die ersten direkten Handelsgespräche, seit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor fünf Wochen einen 90-tägigen "Waffenstillstand" vereinbart hatten. Zum Ende zweitägiger Gespräche übten sich die Unterhändler am Dienstag in Peking zunächst in Stillschweigen, ob die beiden größten Volkswirtschaft einem Ende ihres Handelskrieges näher gekommen sind. Dafür gab sich US-Präsident Donald Trump demonstrativ optimistisch: "Die Gespräche mit China laufen gut!", schrieb er über den Kurznachrichtendienst Twitter. Ein Durchbruch wurde nicht erwartet.

Die Gespräche werden weltweit mit Spannung verfolgt. Die Sorgen werden durch den Stillstand der US-Regierung noch verstärkt. Er verwies auf sein jüngstes Telefonat mit Xi Jinping.

Die Sonderzölle seien sehr schmerzhaft für China. Dagegen kassiere der US-Zoll Milliarden Dollar an Abgaben für Importe aus China. Die ersten formellen Gespräche könnten aber den Weg ebnen für weitere Verhandlungen. Zur US-Delegation, die vom US-Vizehandelsbeauftragten Jeffrey Gerrish angeführt wurde, gehörten auch Vertreter des Finanz-, Handels-, Energie- und Landwirtschaftsministeriums sowie des Weißen Hauses. Dafür könnten dann Chinas Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, und der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer zusammentreffen. Auch könnte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Januar im schweizerischen Davos mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan zusammentreffen. Der enge Vertraute von Chinas Staats- und Parteichef gilt als erfahrener Krisenmanager, Wirtschaftsfachmann und politisches Schwergewicht in der kommunistischen Führung Chinas.

Die USA beklagen vor allem mangelnden Marktzugang, zwangsweisen Technologietransfer, Produktpiraterie und staatliche Subventionen in China und hatten deswegen Strafzölle verhängt, die Peking mit Gegenmaßnahmen beantwortet hatte.

Die USA fordern chinesisches Entgegenkommen und hatten eine Frist bis 1. März gesetzt. Gibt es keine Einigung, droht eine Eskalation.

China hat bereits erste Konzessionen gemacht. Ferner geht es um zusätzliche Importe von amerikanischen Waren, um das Handelsdefizit mit China zu verringern. Chinas Regierung spielt auch seine umstrittene "Made in China 2025"-Strategie herunter, die mit staatlicher Hilfe auf eine Technologieführerschaft abzielt".

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