Verdi ruft Geldtransporteure zu Streik auf: Automaten-Bargeld könnte Mittwoch knapp werden

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Wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte, wollen sich die Streikenden im Frankfurter DGB-Haus treffen.

Viele Geschäfte und Geldautomaten in Deutschland bekommen wegen eines Warnstreiks der Beschäftigten von Geld- und Wertdiensten am Mittwochvormittag kein frisches Bargeld.

Geldtransporter-Fahrer in Baden-Württemberg sind dem bundesweiten Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und haben am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt.

Im Zuge des Ausstandes könne es zu Engpässen an Geldautomaten kommen. "Wir gehen davon aus, dass fünf Standorte in Hessen von den Warnstreiks betroffen sind", sagte der Verdi-Sprecher. Die Verhandlungen werden am 3. und 4. Januar fortgesetzt.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigen eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro jährlich beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat. Bei den nächsten Gesprächen am Donnerstag und Freitag müsse die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, verlangte Verdi. Außerdem sollen die Gehälter in den neuen Bundesländern angeglichen werden.

Wie lange die Streiks andauern werden, steht noch nicht fest.

Peukes betonte, durch die Warnstreiks werde der Bargeldverkehr gestört. Da deutschlandweit Hunderte Geldtransporte bestreikt werden sollten, geht Verdi davon aus, dass Banken und Geschäfte vielerorts ohne frisches Bargeld bleiben. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen sei nicht sichergestellt. Die Branche arbeite nicht nur werktags von 9 bis 17 Uhr, auch über den Jahreswechsel habe es eine ganz normale Versorgung gegeben, betonte sie.

Problematisch wäre erst ein mehrtägiger oder mehrwöchiger Streik. Zudem beteiligten sich nicht alle Beschäftigten an der vorübergehenden Arbeitsniederlegung.

Die Arbeitgeberseite betonte erneut, sie habe Verdi ein Angebot vorgelegt, bei dem die Unternehmen bis an die Schmerzgrenze gegangen seien. So seien für den Osten über die zweijährige Laufzeit Erhöhungen von zusammen 9,4 Prozent angeboten worden. Der Gewerkschaft zufolge verdienen Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten derzeit rund 1800 bis 2400 Euro brutto, im Westen sind es 2200 bis 2900 Euro brutto im Monat.

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