Rekord-Rendezvous im Weltraum geglückt: Nasa-Sonde "New Horizons" trifft "Ultima Thule"

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Am frühen Dienstagmorgen sauste die Nasa-Sonde "New Horizons" an "Ultima Thule" vorbei - dem am weitesten entfernten Himmelskörper, den je ein von Menschen gebautes Objekt erreicht hat. Jetzt trifft sie noch weiter entfernt von der Erde auf einen nahezu unbekannten Himmelskörper.

Seine Kollegin Alice Browman ist genauso begeistert: "Alles sieht großartig aus, und wir freuen uns auf die wissenschaftlichen Daten, damit all unsere Forscher und die Welt sehen können, was am Rand des Sonnensystems und am Ursprung des Sonnensystems passiert und uns überrascht". Die Nasa feierte den Flug der Sonde am Rande des Sonnensystems mit zahlreichen Schulkindern im Johns-Hopkins-Forschungszentrum für Angewandte Physik in Maryland. Einige Kinder waren dabei als Raumfahrer verkleidet.

Am Dienstagabend soll "New Horizons" mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometern pro Sekunde in 3500 Kilometern Entfernung an "Ultima Thule" vorbeifliegen und Messwerte aufzeichnen.

Die Nasa rechnete für Dienstagnachmittag mit dem ersten Signal der Raumsonde zum Vorbeiflug. Ein Echtzeit-Video war nicht möglich, weil es mehr als sechs Stunden dauert, bis ein Signal von der Erde die Raumsonde erreicht. Noch einmal sechs Stunden kommen für die Übertragung der Antwort hinzu.

Dieser Eisbrocken aus den Anfängen des Sonnensystems war mit Hilfe des Orbitalteleskops Hubble entdeckt worden.

Die Nasa veröffentlichte am Montag ein verpixeltes und verschwommenes Bild, das aus einer Entfernung von knapp zwei Millionen Kilometern aufgenommen wurde. Dieses fasziniert Forscher, weil es ein eher lang gezogenes Weltraumobjekt zu zeigen scheint und kein rundes.

Die Sonde "New Horizons" sollte bei ihrem nur wenige Sekunden langen Vorbeiflug von Ultima Thule rund 900 Bilder machen. Diese klareren Bilder sollen in den nachfolgenden drei Tagen eintreffen.

Um dorthin zu gelangen, war die Sonde New Horzons war 2006 gestartet und 2015 an Pluto vorbeigeflogen.

Die Menschheit habe bis in die 90er Jahre nichts von des Existenz des Kuipergürtels im Weltall gewusst, sagte Hal Weaver vom Johns-Hopkins-Forschungszentrum. "Wir werden es herausfinden".

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