"Lange gewartet": Thielemann-Debüt beim Wiener Neujahrskonzert

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18 Jahre währt mittlerweile die Zusammenarbeit zwischen Christian Thielemann und den Wiener Philharmonikern. Schließlich habe man endlich Christian Thielemann als Dirigent für den musikalischen Neujahrsgruß im Musikverein gewonnen: "Wir haben lange gewartet auf dieses Neujahrskonzert mit ihm". Den Auftakt bildet Carl Michael Ziehrers "Schönfeld-Marsch", gefolgt von Werken der Brüder Johann und Eduard Strauß.

Der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden gilt als Wagner-Experte - er schätzt nach eigenen Worten aber durchaus den Walzer und die etwas leichtere Muse. Unter den im Programm aufgeführten 17 Stücken werden sechs erstmals von den Wiener Philharmonikern gespielt. Thielemann selbst war zudem die Berücksichtigung der "Sphärenklänge" von Josef Strauß wichtig. Mit diesem Walzer endet das reguläre Programm vor den obligatorischen Zugaben - darunter fast immer der berühmte Radetzky-Marsch.

In dem mit einem Blumenmeer aus 30 000 Blüten prächtig geschmückten Goldenen Saal des Musikvereins verfolgten rund 2000 Gäste das Konzert.

Christian Thielemann debütiert als Dirigent beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Christian Thielemann debütiert als Dirigent beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Das Konzert wurde wie schon in den Jahren zuvor in mehr als 90 Länder übertragen, teils kamen Kameras für besonders hochauflösende 8K-Bilder zum Einsatz.

"Ich freue mich von Herzen auf dieses Neujahrskonzert - es wird ein besonderes werden", sagte Daniel Froschauer als Vorstand der Wiener Philharmoniker bei der Präsentation des nahenden Klassikevents am Freitag.

Am Dienstag gaben die Wiener Philharmoniker bereits bekannt, dass der Lette Andris Nelsons das Neujahrskonzert 2020 erstmals dirigieren wird. Der lettische Dirigent, Musikdirektor des Boston Symphony sowie des Gewandhausorchesters Leipzig, ist den Philharmonikern seit 2010 eng verbunden.

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