Christen feiern Weihnachten im Heiligen Land

Einstellen Kommentar Drucken

Bei kühlem Winterwetter fuhr das Oberhaupt der Lateinischen Christen im Heiligen Land von der Jerusalemer Altstadt aus mit einem Autokonvoi über den israelischen Checkpoint in die knapp zehn Kilometer entfernte Geburtsstadt Jesu, wo er von der palästinensischen Bevölkerung begrüßt wurde.

Vom Krippenplatz zog Pizzaballa zusammen mit Bürgermeister Anton Salman, weiteren Politik- und Kirchenvertretern in einer Prozession zur Feier der Vesper in die katholische Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika.

An der Geburtskirche in Bethlehem kam Pizzaballa an der Spitze der Prozession zu Fuß an. Dort feierte Pizzaballa um Mitternacht die zentrale Christmette. Die Geburtskirche stammt aus dem 6. Jahrhundert.

Bereits in den Morgenstunden säumten zahlreiche Einheimische und ausländische Besucher mit bunten Luftballons die engen Gassen.

In seiner Weihnachtsbotschaft hatte Pizzaballa von einer sehr schwierigen Realität in der Region gesprochen, "mit Gewalt, politischen Problemen und Spannungen". "Aber wir können die Art verändern, unser Leben in dieser Situation zu leben, in unseren Familien, im kleinen Kreis".

Das israelische Tourismusministerium rechnet über die Weihnachtstage mit rund 150'000 christlichen Touristen. Ungeachtet fortwährender Spannungen war 2018 ein Rekordjahr für den Tourismus in Israel und den Palästinensergebieten. Von Jahresbeginn bis Ende November gab Bürgermeister Salman die Zahl der Pilger nach Bethlehem mit 1,09 Millionen an. Fast drei Millionen Touristen haben nach Angaben des palästinensischen Tourismusministeriums in diesem Jahr die Palästinensergebiete besucht. Zu dem Gottesdienst mit dem Katholikenoberhaupt werden am Montag Zehntausende Gläubige in der größten Papstbasilika und am Petersplatz erwartet.

Comments