Viele Tote bei zwei Terroranschlägen in Mogadischu

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Seit dem Sturz des Diktators Mohammed Siad Barre Anfang der 1990er Jahre kommt es in Somalia immer wieder zu Gewalt und Gesetzlosigkeit. Doppelte Selbstmordanschläge gehören zum Markenzeichen der Terrororganisation Al-Shabaab. Wen hatten die Extremisten diesmal im Visier?

Bei zwei Bombenanschlägen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach neuesten Angaben mindestens 22 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto an einer Kontrollstelle etwa 400 Meter vom Präsidentenpalast entfernt in die Luft. Neben Zivilisten waren unter den Opfern auch Sicherheitskräfte und ein britisch-somalischer Journalist. Bei den zwei Explosionen seien zudem mehr als zehn Menschen verwundet worden, erklärte ein Polizeisprecher. Die Islamistenmiliz Al-Shabaab ("Die Jugend") erklärte über ihren Propaganda-Sender Radio Andalus, sie habe beide Autobomben-Anschläge verübt. Das Ziel der Bomben seien Sicherheitskontrollen in der Nähe des Präsidentenpalastes gewesen, hiess es. In dem Land kämpfen militante Islamisten um die Vorherrschaft.

Ein somalischer Polizist Ende November am Ort eines Al-Shabaab-Attentats in Mogadischu. Nun hat es erneut einen Angriff der Islamisten gegeben

Eine rund 20 000 Mann starke internationale Friedenstruppe und die somalischen Streitkräfte bemühen sich, die Kämpfer zurückzudrängen.

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