Alexander Gerst ist wieder zurück auf der Erde

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Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist nach mehr als einem halben Jahr auf der Internationalen Raumstation (ISS) wieder zurück in Deutschland.

Die US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor (l-r), Alexander Gerst und der Russe Sergej Prokopjew bereiten sich darauf vor, von der ISS in die Sojus-Raumkapsel umzusteigen. Nein, erklärte ihm Alexander Gerst, weil es Brokkoli auf der Raumstation gebe, er habe seit seiner Rückkehr viel Salat gegessen. Aber dank Verhandlungen kann er an Weihnachten nun zwei Tage nach Hause zu seiner Familie. Wir kennen seine Gefühle, wenn er aus dem Fenster der ISS auf die Erde blickt ("Habe heute meine erste Aurora Australis gesehen auf dieser Mission, still und magisch.") Und wir wissen, welche Musik er dort oben hört: "Die Mensch-Maschine" von Kraftwerk ebenso wie "Astronaut" von Sido und "Heute hier und morgen dort" von Hannes Wader. Dabei wurde klar: Eine weitere Weltraummission hält er für möglich. Gerst war während seines Aufenthalts auf der ISS unter anderem für drei Monate der erste deutsche Kommandant auf der Raumstation.

Sein nächstes Ziel war das sogenannte Envihab, eine medizinische Forschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. So wachsen Krebszellen in der Schwerelosigkeit sehr viel ähnlicher zum menschlichen Körper als im Labor auf der Erde. "Ich freue mich, heimzufliegen und meine Familie zu sehen", sagte er. Wenn er Sachen hochhebe, zum Beispiel ein Smartphone, dann fühle es sich dreimal schwerer an - wie aus Blei. Lange war unklar, ob Gerst noch vor Weihnachten zur Erde zurückkehren kann. Seitdem durchläuft er ein umfangreiches Programm aus Sport und wissenschaftlichen Experimenten. Künzelsau plant für den Sommer eine große Feier zu seinen Ehren. "Aber mir ist versichert worden, darauf kommt es dieses Jahr auch nicht an", so der 42-Jährige. "Augenveränderungen können in Einzelfällen auch bleiben", erklärte Stern.

Wenn Gerst im All ist, lässt er alle teilhaben.

Das erste breite Grinsen des Kölner Astronauten galt einem potenziellen Nachfolger: In der ersten Reihe saß der vierjährige Joshua Tauras aus Bottrop, angetan mit Papier-Astronautenanzug und Helm aus Pappmaché, der es als "Astro_Mini" bei Twitter schon zu einiger Berühmtheit gebracht hat.

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