"Opec+" will deutlich weniger Öl produzieren - Preis steigt

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Tanken könnte wegen dieser Entscheidung teurer werden: Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) und andere Förderländer haben beschlossen, die Ölproduktion um 1,2 Millionen Barrel zu kürzen.

Das Ölkartell Opec und seine Partner beschließen eine Drosselung der Ölproduktion. Das sagt der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh im iranischen Staatsfernsehen. Davon entfallen 800.000 Barrel auf die 15 Opec-Staaten.

Den Mitgliedern der Opec allein war am Donnerstag noch keine Einigung gelungen, am Freitag dann trafen die Opec-Minister mit Vertretern von insgesamt zehn Ölförderländern zusammen, darunter Russland, der zweitgrößte Ölproduzent der Welt. Der Iran wird aufgrund der US-Sanktionen von den Kürzungsplänen ausgenommen. Er war in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 30 Prozent gesunken und pendelt derzeit um die 60 Dollar pro Barrel. Schon die ersten Gerüchte über eine Einigung der "Opec+" sorgten aber für einen deutlichen Anstieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 5,5 Prozent auf 63,73 Dollar, während die US-Sorte WTI mit 54,22 Dollar je Barrel zeitweise fünf Prozent mehr kostete.

Experten hatten am Freitag vor den Beratungen tägliche Kürzungen von einer Million Barrel und mehr erwartet. Analyst Jan Edelmann von der HSH Nordbank hielt es angesichts der langen Verhandlungen auch für möglich, dass Saudi-Arabien notfalls allein eine Kürzung um bis zu 1,2 Millionen Barrel durchsetzen könnte, sollte es keine Einigung geben.

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