Trump über Tillerson: "Strohdumm und stinkfaul"

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Mit Tillersons Nachfolger Mike Pompeo laufe es im Außenministerium besser, Pompeo mache einen großartigen Job. Jetzt traf es einen alten Bekannten: Ex-Außenminister Rex Tillerson.

Tillerson hätte "nicht die erforderliche geistige Leistungsfähigkeit" gehabt.

Vermutlich waren Aussagen von Tillerson am Donnerstag bei einer Veranstaltung im texanischen Houston Anlass für Trump, dem geschassten Außenminister einen Tweet zu widmen.

Donald Trumps früherer Aussenminister Rex Tillerson hat in einer seiner seltenen öffentlichen Äusserungen ein wenig schmeichelhaftes Bild seines früheren Chefs gezeichnet.

Auf die Frage, wie das Verhältnis so außer Kontrolle geraten konnte, verwies Tillerson auf Versuche zur Mäßigung Trumps: "Ich musste ihm sagen, nun, Herr Präsident, ich verstehe, was Sie machen wollen, aber Sie können das so nicht tun". "Er war strohdumm und ich konnte ihn nicht schnell genug loswerden".

"Oft sagte der Präsident: "Das will ich machen, und ich will es auf diese Art machen", erklärte Tillerson.

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"Was für mich eine Herausforderung darstellt. ist, für einen Mann zu arbeiten, der ziemlich undiszipliniert ist, nicht gerne liest, keine Briefing-Berichte liest, nicht gerne in die Details vieler Dinge eintaucht", so Tillerson. Trump habe dann am Ende solcher Unterredungen oft frustriert reagiert.

Die Schilderungen des ehemaligen Ölmanagers Tillerson passen in das Bild, das mehrere Buchautoren, darunter der Watergate-Enthüller Bob Woodward, von Trump im Weissen Haus gezeichnet hatten.

Laut Berichten soll Tillerson Trump vor seiner Entlassung auch einen Idioten genannt haben.

Tillerson erklärte bei dem Auftritt auch, er habe während seiner Zeit als Aussenminister ein klares Bild von Russlands Staatschef Wladimir Putin entwickelt. "Wir hatten kein gemeinsames Wertesystem", sagte Tillerson. Er wolle den Einfluss der USA in der Welt untergraben.

Im März entließ US-Präsident Donald Trump seinen damaligen Außenminister, nachdem es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen den beiden gekommen war - unter anderem wegen unterschiedlicher Ansichten zum Umgang mit Russland und Nordkorea.

"Ich möchte ehrlich sein, es besorgt mich, dass das amerikanische Volk so wenig über bestimmte Probleme wissen will, dass es sich mit 128 Zeichen zufrieden gibt", sagte Tillerson offenbar mit Bezug auf Trumps Vorliebe für den Kurznachrichtendienst Twitter.

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