Russland nahm schon früh Kontakt mit Trumps Umfeld auf

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Cohen war jahrelang Anwalt von Donald Trump.

Cohen habe "signifikante Anstrengungen" unternommen, um die Ermittlungen zu unterstützen, heißt es in dem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Papier. Damit habe er das "Moskau-Projekt" gemeint, also Trumps letztlich nicht zustande gekommenes Vorhaben, ein Hochhaus mit Luxuswohnungen in der russischen Hauptstadt zu bauen. In einer Strafempfehlung, die am Freitagabend in New York veröffentlicht worden war, empfiehlt die Anklagebehörde des Bundesstaates eine Haftstrafe von rund fünf Jahren für den Juristen - eine nur geringe Abschwächung vom Regel-Strafmass.

Der Präsident selbst sah die Veröffentlichung als günstig für sich selbst. Er twitterte: "Entlastet den Präsidenten vollkommen". Dabei geht es unter anderem um Schweigegeldzahlungen an den früheren Pornostar Stormy Daniels. "Cohen versorgte das Büro des Sonderermittlers mit nützlichen Informationen über bestimmte geheime, auf Russland bezogene Dinge im Zentrum der Untersuchungen, die er durch seinen regelmäßigen Kontakt mit Firmen-Vertretern während des Wahlkampfs erhalten hatte", heißt es in dem Papier. Zur gleichen Zeit hat es nach Informationen der US-Geheimdienste massive Eingriffe aus Russland in die US-Wahlen gegeben.

Weil die Zahlungen nicht eindeutig verbucht waren, könnte das auch einen Verstoß gegen die Wahlkampffinanzierung darstellen. Sie und andere Frauen behaupten, ein Verhältnis mit Trump gehabt zu haben und bekamen dafür Geld.

Mueller untersucht seit Mai vergangenen Jahres die mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den Wahlkampf 2016 und die Kontakte zwischen dem Trump-Team und Moskau.

Die Vorwürfe gegen den Anwalt: Falschaussage, Steuervergehen und illegale Wahlkampfbeihilfen.

Cohen hatte sich schuldig bekannt und zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereiterklärt, um seine drohende Gefängnisstrafe zu reduzieren.

Ein namentlich nicht genannter Russe hat schon früh den damaligen Trump-Anwalt Cohen kontaktiert und ihm Geschäfte angeboten. Die nun ausgesprochene Empfehlung aus New York zum Strafmass deutet daraufhin, dass Cohen nicht in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperierte. In dem Dokument sind jedoch wesentliche Passagen geschwärzt.

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