Krebstest aus Gold erkennt alle Krebsarten im Blut

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Denn es gibt einen neuen Krebstest, der anhand einer Blut- oder Gewebeprobe in nur zehn Minuten Krebszellen entdecken kann. Die Nanostruktur in der DNA scheint dabei so einzigartig zu sein, dass sie zwar in allen Krebsarten vorkommt, sonst aber nirgends. Das Vorhandensein dieser Struktur weist auf eine Erkrankung hin. Die Forschungsergebnisse sind kürzlich in dem renommierten Fachjournal "Nature Communications" erschienen.

"Diese einzigartige DNA-Signatur trat bei jeder Art von Krebs auf, die wir untersuchten - einschließlich Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lymphknotenkrebs", berichtet Dr. Sie fanden ein Merkmal, dass sich bei einem Bluttest von gesunden Zellen unterscheidet.

Krebs lässt sich mit dem heutigen Wissensstand größtenteils heilen, wenn er früh genug diagnostiziert wird. Abu Sina in einer Pressemitteilung. Dies erschwert die Früherkennung von Tumorerkrankungen, die allerdings für den Heilungsprozess immens wichtig ist. Ausschlaggebend seien demnach winzige Methylgruppen an der DNA, die sich bei einer Krebserkrankung so sehr verändern, dass sie nachweisbar sind. Bei gesunden Zellen sind die Methylgruppen im Genom, dem Chromosomensatz einer Zellen, verteilt. In Krebszellen hingegen sammeln sich die Methylgruppen an ganz bestimmten Stellen des Genoms an. Mit dem von den Forschern entwickelten Test lassen sich diese Änderungen im Muster der Methylgruppen aufdecken - und zwar schon innerhalb von wenigen Minuten.

Professor Trau erläutert, wie der Test funktioniert: Durch die Gruppierungen der Methylgruppen, die auf eine Krebserkrankung hinweisen, kommt es zu einer einzigartigen dreidimensionalen Faltung in Nanostruktur. Diese Struktur bleibt leicht an bestimmten Oberflächen haften. Laut Trau hat Gold eine perfekte Oberfläche, an der sich die besonderen Strukturen bevorzugt anhaften. "Wir haben einen einfachen Test mit Goldnanopartikeln entwickelt, die sofort die Farbe ändern, um festzustellen, ob 3D-Nanostrukturen von Krebs-DNA vorhanden sind", fasst Professor Trau die Forschungsergebnisse zusammen.

Die Forschungsgruppe erklärt weiter, dass Krebszellen ihre DNA im Blutplasma freisetzen, wenn sie sterben.

Dass es sich bei dem Schnelltest um einen echten Durchbruch in der Krebs-Diagnose handeln kann, wird klar, wenn man sich überlegt, wie schwierig es bis jetzt war, einige Krebsarten zu diagnostizieren: Jede Krebsart ist nämlich anders - und damit waren bisher spezielle Diagnosemethoden notwendig, die oft kompliziert sind und den Krebs auch nicht immer zuverlässig oder erst spät erkennen - und zudem oft unangenehm und manchmal auch risikobehaftet sind. Da die Materialkosten für die neuartige Erkennungsmethode äußerst gering ausfallen, konnten die Forscher ein kostengünstiges Diagnoseinstrument entwickeln, das gleichzeitig portabel ist. Möglicherweise könne das Gerät sogar über ein Smartphone gesteuert werden. Getestet hatten sie 200 menschliche Krebsproben.

Der heilige Gral der Krebsdiagnostik?

Derzeit sucht die University of Queensland einen geeigneten Partner, mit dem sie den Bluttest weiterentwickeln und auf den Markt bringen kann.

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