CDU-Vorsitz - Wen prominente Parteikollegen unterstützen

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Unabhängig davon hat die CDU vor ihrem Parteitag Grund zur Zuversicht.In der neuen Sonntagsfrage kann die Partei in dieser Woche vier Punkte zulegen und klettert damit wieder auf 30 Prozent.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor einem Auseinanderdriften der Partei im Zuge der Vorsitzendenwahl an diesem Freitag gewarnt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kritisierte Schäuble wegen dessen Wahlempfehlung für Merz. "Eine Mehrheit für Merz wäre das Beste für unser Land", sagt Schäuble. Der oder die neue Vorsitzende müsse klare Signale in die Partei senden, forderte Laschet. Eine andere Favoritin scheint Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu haben. Zwei Jahre später löste Kohl Barzel dann ab - und blieb 25 Jahre CDU-Vorsitzender.

Der Wirtschaftsminister moniert, dass dieser seine Präferenz im Rennen um den CDU-Vorsitz so deutlich gemacht hatte. Der Vorstoß von Schäuble habe ihn überrascht und gewundert, damit sei der "Damm gebrochen", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" und bekundete seine Sympathie für Kramp-Karrenbauer.

Friedrich Merz wiederum hat starke Truppen in Baden-Württemberg. Allen voran den ehemaligen Ministerpräsidenten und heutigen EU-Kommissar Günther Oettinger, den Staatsskretär Thomas Bareiß und den Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Reinhart. Als aussichtsreichste Kandidaten für Merkels Nachfolge auf dem Parteivorsitz gelten Kramp-Karrenbauer, Merz sowie - in Umfragen weit abgeschlagen - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Peter Altmaier

Sollte Spahn auf Kandidatur verzichten.

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Die Wahl des neuen Parteichefs oder der neuen Parteichefin ist laut Statut geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Der 38-jährige Spahn nimmt dies sportlich hin. "Viele, gerade jüngere Mitglieder und auch Wähler haben ihren Weg zur CDU wegen der pragmatisch unaufgeregten Politik Angela Merkels gefunden". Kramp-Karrenbauer komme aus der Mitte der Gesellschaft, stehe über den Flügeln in der CDU und könne daher auch zusammenführen. Dabei wies sie den Eindruck zurück, dass sie vor allem wegen des Streits mit der Schwesterpartei CSU über die Flüchtlingspolitik die Parteiführung abgeben wolle. Seine Gegner halten ihn für einen konservativen Mann der Wirtschaft, der mit seinen Millionen und seinen Flugzeugen so abgehoben ist, dass er die Sorgen und Nöte der Durchschnittsbürger gar nicht mehr kenne.

Die Landesverbände der CDU geben keine Empfehlungen ab - bis auf den saarländischen, der sich hinter die ehemalige Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer stellt.

Die mit Abstand meisten Delegierten kommen aus Nordrhein-Westfalen. Merkel lobte am Donnerstag aber den Findungsprozess. 18 Jahre stand sie an der Spitze der Christdemokraten. Auch die CDU-Vize stehen zur Wahl, der baden-württembergische Landesvorsitzende Thomas Strobl wird erneut antreten.

Die CDU-Gremien bereiten heute in Hamburg den zweitägigen Parteitag vor. Für eine Teilnahme an der Wahl müssen mögliche Mitbewerber offiziell von einem Delegierten als Kandidat vorgeschlagen werden.

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