Friedrich Merz spricht in WDR-Doku über Wolfgang Schäubles Kanzlerpläne

Einstellen Kommentar Drucken

Seine Sympathie für Friedrich Merz ist kein Geheimnis. "Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte", sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe).

Das bestätigt nun auch Friedrich Merz in einer Dokumentation des WDR und der ARD von Filmemacher Stephan Lamby, in der es vor allem um Merz Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz geht ("Der Machtkampf - wer folgt auf Merkel", Montag, ARD, 20.15 Uhr).

Eine Wahl von Merz zum CDU-Chef würde es "erleichtern, wieder zu einer Integration der politischen Kräfte zur Mitte hin zu kommen", sagte Schäuble nun der "FAZ". "Die politischen Ränder würden wieder schwächer". So stellten sich EU-Kommissar Günther Oettinger (65) und Staatssekretär Thomas Bareiß (43) hinter Merz.

Als Bundesfinanzminister hatte Wolfgang Schäuble besonders zu Zeiten der Griechenlandkrise heftige Meinungsverschiedenheiten mit Kanzlerin Angela Merkel. Sie unterzeichneten einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge ein Schreiben des Unterstützer-Kreises aus Baden-Württemberg "Initiative für Friedrich Merz".

Mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte sich der erste prominente aktive CDU-Politiker für Kramp-Karrenbauer als künftige CDU-Vorsitzende ausgesprochen. "Sie hat ihren Job als Generalsekretärin ausgesprochen gut gemacht". Die CDU dürfe sich nicht auf einen kleinen Markenkern beschränken, sondern müsse eine breit aufgestellte Volkspartei bleiben. Kramp-Karrenbauer und Merz werden die besten Chancen eingeräumt. Gesundheitsminister Jens Spahn gilt als Außenseiter.

Comments