Britischer Staatssekretär tritt wegen Brexit-Deal zurück

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Der für Forschung und Universitäten zuständige Staatssekretär Sam Gyimah begründete seinen Schritt am Freitagabend damit, das von Premierministerin Theresa May angestrebte Abkommen sei nicht im nationalen Interesse. London habe seine Trümpfe verspielt, so Gyimah.

May habe ein zweites Referendum nicht ausschließen dürfen, sagte Gyimah, der bei dem Referendum 2016 für einen Verbleib in der EU gestimmt hatte, der BBC. Der Europäischen Union gehe es um ein "EU zuerst" - und anders zu denken sei bestenfalls naiv.

Im Streit um den Brexit ist in Großbritannien ein weiteres Mitglied der Regierung zurückgetreten. Es scheint aber fraglich, ob sie eine Mehrheit dafür im Parlament finden kann.

Der britische Umweltminister Michael Gove hat sich zuversichtlich geäußert, dass das Brexit-Abkommen trotz aller Kritik vom britischen Parlament verabschiedet wird. Sollte der Vertrag im Londoner Parlament durchfallen, droht ein ungeregelter Brexit mit drastischen Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche. Zwar sei der Deal nicht "perfekt", sagte Gove der "Daily Mail" vom Samstag. Die Regierungschefin wirbt verzweifelt für das mit der EU ausgehandelte Abkommen.

Grossbritannien wird voraussichtlich am 29. März 2019 aus der EU ausscheiden.

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