Kristina Vogel in Berlin als Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet

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Seither ist die zweifache Olympiasiegerin vom siebten Brustwirbel abwärts gelähmt, arbeitet im Unfallkrankenhaus Berlin intensiv in der Reha.

Im Sommer war Kristina Vogel im Training verunglückt. Die Erfurterin war am 26. Juni beim Training auf der Betonbahn in Cottbus bei voller Geschwindigkeit mit einem Fahrer kollidiert, der sich ebenfalls auf der Radrennbahn befand.

Als die 28-Jährige um 17.45 Uhr auf die Bahn kam, erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen.

An gleicher Stätte hatte Vogel Ende Oktober 2017 bei der Europameisterschaft zweimal Gold und einmal Silber gewonnen.

"Ich habe zum ersten Mal seit Jahren die Chancen durchzuatmen und mich darauf zu besinnen, was im Leben wichtig ist".

Trotz dieses Schicksalsschlages hat Kristina Vogel aber den Kopf nicht hängen lassen: "Seit meinem Unfall fühle ich mich zum ersten Mal wirklich frei", erzählt sie beim großen RTL-Jahresrückblick. "Nicht das Im-Kreis-rumfahren, sondern die Familie, die einem den Rücken stärkt". Seit dem Unfall fühle sie sich frei, so die "Bild". "Ich habe mir jahrelang viel Druck gemacht. Ein Drücker, ein Knutscher - dann kommt schon der nächste", sagte Vogel im Rahmen der Ehrung, die von Bundesaußenminister Heiko Maas vorgenommen wurde. (.) Ich habe das Weinen erst lernen müssen.

Trotzdem hat sie in der Reha auch immer wieder Rückschlage, wird von den Emotionen übermannt. Ich habe nie viele Emotionen gezeigt, weil ich immer die Kämpferin sein musste.

Mit ihrer Lebensfreude und dem positiven Umgang mit den Folgen ihres Unfalls hat sich Vogel in den vergangenen Monaten viele Sympathien und Bewunderung verdient. Aber wenn man die Emotionen zulässt, kann man es schneller verarbeiten.

Am Rande des Heimweltcups in Berlin wurde die querschnittsgelähmte Vogel am Samstagabend als Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet. Jetzt ist sie jemand, der anderen ganz viel Mut macht. "Im Moment bin ich froh, keine Wettkämpfe bestreiten zu müssen", sagte Vogel der französischen Sportzeitung "L'Equipe": "Um bei den Paralympics wettbewerbsfähig zu sein, würde es Jahre dauern". "Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie sie damit umgeht", sagte Maas: "Sie ist als Sportlerin überragend erfolgreich gewesen". Leben wie jeder andere Mensch in meinem Alter", sagte Vogel und schränkte ein: "Natürlich hasse ich es manchmal.

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