Im Elbepark wirbt Fotobox am Welt-Aids-Tag für Safersex

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Zum Welt-AIDS-Tag hat das Dresdner Gesundheitsamt heute eine Fotobox im Elbepark aufgestellt. Brigitte Ströbele von der Aids-Hilfe Reutlingen-Tübingen und Dr. Evelyn Thumm vom Reutlinger Kreisgesundheitsamt haben deshalb auf die Krankheit und deren Behandlung aufmerksam gemacht.

Nach Einschätzung des Lesben- und Schwulenverbands können HIV-positive Menschen in Deutschland dank medizinischer Fortschritte ein selbstbestimmtes Leben führen. Dennoch sei schon eine einzige Neuinfektion, eine zu viel. Sondern als Heterosexuelle, die eben ab und zu Sex mit Männern haben. Das ist ein anderes Verständnis.

Maßnahmen wie die Zulassung von HIV-Selbsttests seien daher "richtig und wichtig", sagte er. Das will die Deutsche AIDS-Hilfe zum 30. Welt-AIDS-Taf mit der Kampagne #wissenverdoppeln ändern und hat eine eigene Website mit Informationen, Plakatmotiven und YouTube-Videos online gestellt.

Generell empfiehlt Brigitte Ströbele allen, die mehr als 10 Sexualpartner jährlich haben, sich regelmäßig testen zu lassen. Unsicherheit über diese Fakten führt nämlich zu Angst, dies zu Misstrauen und schlussendlich Stigmatisierung von HIV-positiven und AIDS-Erkrankten unserer Gesellschaft, welcher wir uns weiter entschlossen entgegenstellen. Wer therapiert wird, kann im Normalfall niemanden mit HIV infizieren.

Für Spezialfälle, in denen kein Kondom benutzt werden kann, gibt es PrEP.

HIV-Infektionen und Aids werden nicht mehr als großes gesellschaftliches Problem wahrgenommen: Das hat der Direktor des Virologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen, Klaus Überla, anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember beklagt. Die PrEP ist eine Pille, welche zur Vorsorge vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus im Vorfeld des Geschlechtsverkehrs eingenommen werden kann und vom Arzt verschrieben werden muss. Bundesweit sei mehr als jeder Tausendste HIV-infiziert.

Knapp 12.000 Menschen leben in Bayern mit dem HI-Virus. Dennoch würden Menschen mit HIV oft ausgegrenzt. Sie hätten zum Beispiel keine Behandlung beim Zahnarzt oder nur den letzten Termin am Tag bekommen, weil das Praxispersonal davon ausgegangen sei, dass danach besondere Reinigungsmaßnahmen notwendig seien. Das Curriculum soll Kenntnisse zu den Lebenswelten und speziellen Angeboten für die betroffenen Gruppen vermitteln sowie das Wissen, wie sich eine offene Atmosphäre schaffen lässt.

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