Auch in Baden-Württemberg - Grippe-Impfstoffe werden knapp

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Schlechte Nachrichten für alle, die sich zu Beginn des Winters gegen Grippe impfen lassen wollen: Der Impfstoff ist laut Medienberichten nicht in allen Regionen Deutschlands verfügbar. Auch in anderen Bundesländern wie Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gibt es in einigen Regionen Lieferverzögerungen oder Engpässe, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Die Hersteller kalkulierten die Impfstoffmenge anhand von Erfahrungswerten und den Vorbestellungen durch Ärzte und Apotheken. Die Patienten hätten in diesem Jahr möglicherweise viel früher angefangen, sich impfen zu lassen, sagte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts. "Ob sich auch insgesamt mehr Menschen impfen lassen oder die Impfungen nur früher stattfinden, können wir noch nicht wissen". Mehr als 333.567 Menschen waren damals erkrankt, so die Zahlen vom Arbeitskreis Influenza des Robert-Koch-Instutits. Außerdem seien die Menschen durch eine Impfkampagne auf das Thema aufmerksam gemacht worden.

Ein weiterer möglicher Grund für die höhere Nachfrage sei, dass die Vierfachimpfung nun für Risikogruppen als Kassenleistung angeboten wird, heißt es von anderen Experten.

In Hessen sind die Vorräte aus einem bestellten Groß-Kontingent des Landesapothekerverbands erschöpft.

Zudem forderte Fink für die Zukunft klare Vorbestellregelungen für Apotheker in allen Bundesländern sowie einen Puffer bei der Produktionsmenge von Grippeimpfstoffen.

Grippeimpfung: Wie geht es weiter?

Wenn Apotheker oder der Großhandel die Einfuhr von Grippe-Impfstoff beantragen, soll diese Einfuhr kurzfristig genehmigt werden. Es dauere etwa sechs Monate, um einen üblichen Impfstoff auf Hühnereibasis zu produzieren, sagte eine Sprecherin des Herstellers Sanofi. Nun soll versucht werden, Nachschub aus dem Ausland zu holen. Vorschriften für Beschaffung des Impfstoffes gelockert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat deswegen die Vorschriften für die Beschaffung gelockert. Demnach können diese dann bei regionalem Bedarf erlauben, dass sich Apotheken oder auch Arztpraxen untereinander mit Grippeimpfstoff versorgen. Es seien eine Millionen mehr Impfdosen verfügbar, als im letzten Jahr verimpft wurden. Später ist die Impfung aber auch noch möglich.

Die schützende Wirkung entfaltet sich nach zehn bis 14 Tagen nach der Injektion.

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