"Sehr beleidigend" - Trump zu Macrons Forderung nach Europa-Armee

Einstellen Kommentar Drucken

Der US-Präsident war mit seiner Frau Melania auf dem Pariser Flughafen Orly gelandet.

► US-Präsident Donald Trump ist unterwegs nach Paris, wo er Frankreichs Präsident Emmanuel Macron treffen wird. "Sehr beleidigend. Vielleicht sollte Europa stattdessen seinen angemessenen Anteil an der NATO zahlen, die die USA außerordentlich bezuschussen".

Macron kritisierte überdies den von Trump angekündigten Rückzug aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland als "Gefahr", deren "Hauptopfer" Europa sei. Trump ist zu Gedenkfeiern anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren nach Frankreich gereist. Zu der grossen Zeremonie am Triumphbogen wollen Dutzende Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kommen. "Man wird die Europäer nicht schützen, wenn man nicht entscheidet, eine wahre europäische Armee zu haben gegenüber Russland, das an unseren Grenzen liegt und gezeigt hat, dass es bedrohlich sein kann".

Frankreichs Staatschef begründete seine Forderung allerdings mit einer umfassenden Warnung vor "autoritären Mächten, die an den Grenzen Europas aufsteigen und die sich wieder bewaffnen". Der Republikaner bezog sich offenkundig auf eine Aussage Emmanuel Macrons vom vergangenen Dienstag, in der Frankreichs Präsident erklärt hatte, Europa müsse sich gegen Russland militärisch wappnen und dazu eine eigene Armee aufstellen.

Macron hatte in dem Interview für eine europäische Armee plädiert und als größten Feind für die Sicherheit des Kontinents Russland ausgemacht. Die Bundesregierung und die EU-Kommission reagierten zurückhaltend auf den Vorstoß des französischen Präsidenten.

Comments