Parship: Das muss Dating-Portal jetzt gerichtlich ändern | Wirtschaft

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Eine Smartphone mit dem Logo der Online-Partnervermittlung Parship wird gehalten. Das hat nun ein Gericht entschieden.

Das OLG bestätigte damit ein Urteil des Landgerichtes München. LoveScout24 hatte gegen den Werbespruch auf Unterlassung geklagt und in erster Instanz vom Landgericht München I recht bekommen.

Laut der Studie Der Deutsche Online-Dating-Markt 2017/2018 haben beide Portale jeweils mehr als zehn Millionen Mitglieder.

Parship begründete seinen Anspruch unter anderem mit der höheren Zahl von zahlenden Premium-Mitgliedern. In diesem Rechtsstreit ging es auch um die Frage, wer ganz oben steht im Geschäft mit der Liebe im Netz, wer als großer, wenn nicht größter Player gilt in der seit Jahren wachsenden deutschen Online-Dating-Branche mit einem.

Parship kostet im Jahresabo rund 660 Euro und arbeitet mit Partnervorschlägen, die sich aus Persönlichkeitstests ergeben sollen. Es funktioniere damit zwar anders als der Dienst Lovescout24. Diese Differenzen seien für die breite Masse aber einfach zu fein, meinte das Landgericht. Partnervermittlung, Partnerbörse, Singlebörse - die Allgemeinheit mache da keine Unterschiede. "Das ist vor allem ein Sieg für die Verbraucher, die von dem unlauteren Slogan in die Irre geführt wurden", sagte LoveScout24-Manager Morgan Cauvin. Mittlerweile gehört das Portal der ProSiebenSat.1 Media AG.

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