Forscher: Ältestes Bild der Welt in Höhle auf Borneo

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Die bisher ältesten datierten gegenständlichen Kunstwerke der Menschheit waren der Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel im Lonetal - dessen Alter aus dem C-14-Alter der umliegenden Erdschichten abgeleitet wird - sowie eine Darstellung einer Art Hirsch aus einer Höhle auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Die rötlich-orangene Zeichnung eines nicht genau erkennbaren Tieres sei mindestens 40'000 Jahre alt, schreibt das Team um Maxime Aubert von der Griffith University in Gold Coast in der Fachzeitschrift "Nature". Wichtiger ist ihre Entstehung, denn: Sie soll über 40.000 Jahre alt sein.

Um das Alter der mysteriösen Malereien nun endlich herauszufinden, nutzten die Forscher der Griffith University nun die sogenannte Uran-Thorium-Datierung.

Es habe den Anschein, dass sich zwei "frühe Felskunst-Provinzen" ungefähr zeitgleich in zwei weit voneinander entfernten Gegenden des paläolithischen Eurasia entwickelt hätten - die eine in Europa und die andere in Indonesien, "an entgegengesetzten Enden der eiszeitlichen Welt", erklärte der an der Studie beteiligte Archäologe Adam Brum.

Bereits deutlich früher entstanden Zeichnungen, die lediglich Symbole darstellen. Dabei wird die Kalkschicht untersucht, die sich über die Jahrtausende auf der Farbe gebildet hat.

Die Bilder auf diesem Stein sollen rund 20 000 Jahre alt sein.

Deutlich jünger sind Malereien mit Maulbeeren-Farbe.

Die rund 20.000 Jahre alte zweite Schicht von Malereien in der Höhle enthält auch Menschendarstellungen.

Trotz des beeindruckenden Alters der Handumrisse in den indonesischen Höhlen sind diese jedoch keine einmalige Entdeckung. Erst im September hatten norwegische Forscher in "Nature" über den Fund der möglicherweise ä. Das Zeichen sei vor etwa 73'000 Jahren entstanden.

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